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FOOD TODAY 06/2002

Essen als Stressbewältigung

Food TodayDer Schlüssel zur Stressbewältigung liegt darin, die Ursachen zu erkennen und Wege zu finden, diese zu reduzieren oder mit ihnen zu leben. Eine regelmäßige gesunde Ernährung kann dem Körper helfen, wenigstens mit einigen der negativen Stress-Wirkungen umzugehen.

Gleichgültig ob die Ursache des Stresses physischer oder emotionaler Natur ist, reagiert der Körper mit einem Schub an Adrenalin, einem Hormon, welches wiederum eine Reihe anderer hormoneller und nervöser Reaktionen im Körper auslöst, und uns auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Obwohl Stress heute großteils keine schnellen physischen Aktionen erfordert, reagiert unser Körper immer noch in dieser archaischen und altbewährten Art und Weise. In weniger als einer Sekunde nach dem Auslösen der Angst wird der Herzschlag erhöht, die Sehkraft verschärft, das Blut auf die Muskeln verteilt und in Erwartung einer Wundheilung verdickt.

Physischer Stress, auf den diese Reaktionen in erster Linie ausgerichtet sind, ist in der Regel von kurzer Dauer, danach sinken die Hormonwerte wieder auf den Normalzustand ab und das Nervensystem kehrt in einen weniger angespannten Status zurück. Unser heutiger Lebensstil kann allerdings mentalen Stress von längerer Dauer zur Folge haben, und dies wiederum kann den Körper veranlassen, sich über lange Zeit im Stress-Reaktions-Modus zu befinden.

Unter Druck
Die genauen Auswirkungen von Stress auf den Nährstoffbedarf des Körpers sind noch nicht bekannt, doch man weiß, dass der Stoffwechsel unter diesen Umständen großen Belastungen ausgesetzt ist. Eine mögliche Auswirkung sind Spätfolgen für das Immunsystem, durch welche die Widerstandskraft beeinträchtigt wird und wir einem größeren Infektions- und Krankheitsrisiko ausgesetzt sind.

Zur Herstellung von Adrenalin wird Vitamin C benötigt. Wenn der Adrenalinspiegel in Stressperioden über lange Zeit erhöht ist, wird auch mehr Vitamin C benötigt. Die meisten Tiere können die eigene Synthese dieses Vitamins ankurbeln, um den Mehrbedarf zu decken. Beispielsweise können Ziegen ihre Vitamin C Produktion um 500 Prozent steigern. Leider ist der Mensch bei diesem lebenswichtigen Vitamin auf seine Ernährung angewiesen. Wenn dies nicht durch den Verzehr von Vitamin C-reichen Lebensmitteln wie Orangen, Kiwi, Beeren, Paprika, Kartoffeln und Brokkoli erreicht wird, können einige Teile des Körpers, wie beispielsweise das Immunsystem, Mangel leiden. Die Forschung zeigt, dass ein Mangel an Vitamin C die Aktivität von Makrophagen verringert, jenen Immunzellen, die eindringende Bakterien und Viren im Wortsinne „aufessen". Eine verringerte Anzahl an Makrophagen bewirkt, dass wir anfälliger für Erkältungen und Grippe sind, was wiederum die Vitamin C-Ressourcen weiter strapazieren kann.

Wenn man über einen längeren Zeitraum Stress ausgesetzt ist, ist es auch ratsam das Immunsystem zu unterstützen, in dem man ausreichend Beta-Karotin (einer Vitamin A Vorstufe) -reiche Lebensmittel wie Karotten, tiefgrünen Gemüsesorten sowie gelben und orangenen Früchte zu sich nimmt.

Eine regelmäßige Aufnahme von Vitamin C und A sowie Folsäure und Zink sind essentiell für ein funktionierendes Immunsystem um Infektionen abwehren zu können. Folsäure findet sich in schwarzen Bohnen, Spinat und anderem grünblättrigen Gemüse. Zinkquellen sind unter anderem Krabben, Austern, Weizenkeime, Leber, Kürbiskerne und rotes Fleisch.

Kraft aus Proteinen
Unter dauerhaftem Stress kann auch der Proteinbedarf des Körpers zunehmen. Fisch, Geflügel, Truthahn, mageres rotes Fleisch, Eier, Milch oder Hülsenfrüchte zu essen ist daher besonders wichtig. Eine Ernährung mit ungenügendem Proteingehalt kann die Immunabwehr und die Widerstandskraft gegen Infektionen merklich herabsetzen. Ölhaltige Fischsorten wie Lachs, Forelle, Thunfisch und Sardinen sind eine besonders gute Wahl, da sie auch lebenswichtige Fettsäuren zur Blutverdünnung beisteuern. So kann den blutverdickenden Eigenschaften des Adrenalins entgegengewirkt werden.

Um durch Essen Stress zu bewältigen, muss man also eigentlich nur auf eine gesunde ausgewogene Ernährung und die Wahl der richtigen Lebensmittel achten. Regelmäßige sportliche Aktivität ist auch wichtig, da sie die Endorphinproduktion (ein natürlicher „Stimmungsaufheller") anregt und die Fitness erhöht. Menschen, die unter Dauerstress stehen, sollten ihren Lebensstil ändern oder professionellen Rat suchen.

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Lebensmittelwahl, Ernährungsbedingte Krankheiten, Körperliche Aktivität, Essverhalten
ÜBER EUFIC
EUFIC, das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel, ist eine gemeinnützige Organisation, die den Medien, Gesundheits- und Ernährungsfachleuten, Erziehern und meinungsbildenden Einrichtungen wissenschaftlich fundierte Informationen über Nahrungsmittelsicherheit und -qualität sowie Gesundheit und Ernährung auf eine für Konsumenten verständliche Weise liefert.

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Letzte Aktualisierung der Website: 24/07/2014
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