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FOOD TODAY 12/2008

Nährwertkennzeichnung – wie, wo und warum?

Food Today
Um der steigenden Zahl ernährungsbedingter Erkrankungen Einhalt zu gebieten, fördern Regierungen wie Unternehmen der Lebensmittelindustrie zunehmend die Kennzeichnung von Lebensmitteln, um dem Verbraucher eine informierte, gesunde Wahl zu erleichtern. Das von der EU geförderte Projekt „FLABEL” (Food Labelling to Advance Better Education for Life) erfasst den aktuellen Stand der Lebensmittelkennzeichnung, um auf der Basis dieser Informationen Empfehlungen für zukünftige Forschungsprojekte und gesetzgeberische Maßnahmen zu entwickeln.
 
Das Problem
 
Verbraucher in der EU sind mit einer ständig wachsenden Lebensmittelvielfalt, vor allem vorverarbeiteten und abgepackten Produkten, konfrontiert. Folglich wird es immer schwieriger, beim hastigen Einkauf im Supermarkt eine informierte, gesunde Wahl zu treffen. Die Lebensmittelkennzeichnung kann dem Verbraucher zwar einen schnellen Überblick über den Nährwert verschiedener Produkte geben, doch ist bislang unbekannt, wie diese Informationen wirklich vom Konsumenten angenommen werden und in welcher Weise sie tatsächlich bestimmen, was in den Einkaufskorb kommt. Zudem könnten die vielen verschiedenen Arten der Kennzeichnung (Nährwerttabelle, Ampel-Schema, GDA [„Guideline Daily Amounts”/Richtwert für die Tageszufuhr], Gesundheitslogos, etc.) die Verbraucher zu sehr unterschiedlichen Verhaltensweisen veranlassen.
 
Um das Potenzial der Lebensmittelkennzeichnung als wirklich nützliche Informationsquelle besser ausschöpfen zu können, werden im Rahmen des EU-Projekts FLABEL alle Aspekte von der Verfügbarkeit der Kennzeichnung bis zur tatsächlichen Beeinflussung des Ernährungsverhaltens im Detail untersucht. Das FLABEL-Projekt wird durch das 7. EU-Forschungsrahmenprogramm finanziell gefördert.
 
Das Projekt
 
Das FLABEL-Forschungskonsortium besteht aus 12 Partnern (wissenschaftliche Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen [NGOs], Handelsketten) aus acht europäischen Ländern und vereint Expertise auf den Gebieten Ernährung, Verbraucherverhalten, Wirtschaft und Marktforschung.
 
Nach Ermittlung der derzeit üblichen Praxis der Lebensmittelkennzeichnung in den 27 EU-Ländern und in der Türkei wird sich FLABEL vor allem der Frage widmen, inwieweit die nährwert- und gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteletiketten tatsächlich die Entscheidung des Verbrauchers für ein bestimmtes Produkt beeinflussen, wie stark dieser Einfluss ist und unter welchen Umständen er erfolgt bzw. ob die verschiedenen Konsumentengruppen in unterschiedlicher Art und Weise beeinflusst werden. Vor diesem Hintergrund ist das Projekt auf folgende strategische Ziele gerichtet:
  • Die Ermittlung des Einflusses nährwertbezogener Informationen auf dem Etikett auf die Entscheidung für ein bestimmtes Lebensmittel sowie die Verbrauchergewohnheiten und ernährungsbedingte Gesundheitsprobleme. Dazu wird ein Interpretationsschema entwickelt und angewandt, welches sowohl die Ernährungsinformation auf dem Etikett als auch andere Faktoren bzw. Einflüsse berücksichtigt.
  • Die Schaffung einer wissenschaftlichen Basis über den Umgang mit nährwertbezogenen Informationen auf Lebensmitteletiketten, einschliesslich wissenschaftlicher Prinzipien, nach denen die Wirkung der unterschiedlichen Kennzeichnungssysteme beurteilt werden soll. Auf diese Basis können die Institutionen der EU, die Lebensmittelindustrie (vor allem kleine und mittlere Unternehmen (KMU)) sowie andere Interessengruppen anschliessend zugreifen.
Die Ergebnisse
  1. Eine EU-weite Landkarte der Nährstoffinformation auf Lebensmitteletiketten, die zeigen soll, in welchem Ausmaß Nährwertkennzeichnung in den verschiedenen Regionen der EU praktiziert wird.
  2. Wissen darüber, wie Verbraucher tatsächlich auf die Informationen auf dem Etikett aufmerksam werden und diese lesen, welche Art der Kennzeichnung am ansprechendsten und informativsten ist und wie man den goldenen Mittelweg zwischen einfacher und doch umfassender Information finden kann, um dem Konsumenten eine freie und informierte Wahl zu erleichtern.
  3. Informationen über die derzeitige Nutzung der Lebensmittelkennzeichnung im realen Umfeld. Dazu werden Beobachtungen im Supermarkt und Kassendaten genutzt, die einen realistischen Einblick in bezug auf den Einfluss der Lebensmitteletiketten auf das Einkaufs- und Verbrauchsverhalten der Konsumenten erlauben.
  4. Erkenntnisse darüber, wie sich Konsumenten über den gesundheitlichen Wert eines Lebensmittels eine Meinung bilden und wie Nährwertangaben in diesem Prozess mit weiteren Faktoren wechselwirken, einschliesslich Medien, Werbung und Schulbildung.
  5. Erkenntnisse darüber, wie die Lebensmittel-kennzeichnung genutzt werden kann, um das Essverhalten von Kindern positiv zu beeinflussen, basierend auf der Rolle, die die Lebensmittelkennzeichnung für Familien mit Kindern bei der Kaufentscheidung spielt.
  6. Ein wissenschaftlich begründeter Vorschlag zur optimalen Lebensmittelkennzeichnung, der im realen Umfeld erprobt wurde.
  7. Standardisierter Methodensatz um die Auswirkungen der Lebensmittel-kennzeichnung auf die Produktauswahl der Verbraucher zu erfassen.
Die Ergebnisse der FLABEL-Studie werden allgemein zugänglich gemacht und schaffen letztendlich - unter Berücksichtigung der Kommentare verschiedener Interessengruppen - eine solide wissenschaftliche Informationsbasis zu Verbreitung, Nutzung, und Auswirkungen der Lebensmittelkennzeichnung in der EU.
 
Weitere Informationen finden Sie unter:
FLABEL - Food Labelling to Advance Better Education for Life - erhält Finanzierungsmittel vom Siebten Rahmenprogramm (FP7) der Europäischen Union (Vertrag Nr. 211905)
 
FLABEL
ÜBER EUFIC
EUFIC, das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel, ist eine gemeinnützige Organisation, die den Medien, Gesundheits- und Ernährungsfachleuten, Erziehern und meinungsbildenden Einrichtungen wissenschaftlich fundierte Informationen über Nahrungsmittelsicherheit und -qualität sowie Gesundheit und Ernährung auf eine für Konsumenten verständliche Weise liefert.

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Letzte Aktualisierung der Website: 02/09/2014
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