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FOOD TODAY 09/2005

Proteine sind lebensnotwendig!

Food TodayDas Wort Protein stammt vom griechischen Wort “protos” und bedeutet erstes Element. Proteine sind essenzielle Elemente für Wachstum und Reparatur, Funktion und Struktur aller lebender Zellen: Hormone wie Insulin kontrollieren den Blutzuckerspiegel; Enzyme wie Amylasen, Lipasen, Proteasen sind äußerst wichtig für die Nahrungsverdauung; Antikörper helfen uns bei der Bekämpfung von Infektionen; Muskelproteine ermöglichen die Muskelkontraktion usw. Proteine sind also in der Tat lebensnotwendig!

Die Bausteine: Aminosäuren

Proteine bestehen aus Aminosäuren, die wie Bausteine miteinander verbundenen sind. Ein typisches Protein kann 300 oder mehr Aminosäuren enthalten. Jedes Protein hat seine eigene spezifische Aminosäurezahl und –sequenz. Die Molekülstruktur ist wichtig, da sie oft die Funktion des Proteins bestimmt. Es gibt etwa zwanzig verschiedene Aminosäuren, die gemeinhin in Pflanzen und Tieren vorkommen.

Aminosäuren werden entweder als essenziell (unverzichtbare Aminosäuren, die nicht vom Körper gebildet werden können und daher mit unserer Nahrung aufgenommen werden müssen) oder nicht-essenziell (entbehrliche Aminosäuren, die endogen im Körper aus anderen Proteinen produziert werden können) klassifiziert. Acht Aminosäuren (Leucin, Isoleucin, Valin, Threonin, Methionin, Phenylalanin, Tryptophan und Lysin) werden für Erwachsene und neun (wie oben plus Histidin) für Kinder als essenziell erachtet.

Wenn ein Protein die essenziellen Aminosäuren im richtigen vom Menschen benötigten Verhältnis enthält, so hat es einen hohen biologischen Wert. Enthält ein Protein eine oder mehrere essenzielle Aminosäuren in zu geringen Mengen, hat es einen geringen biologischen Wert. Diejenige Aminosäure, die im Verhältnis zum Bedarf am wenigsten enthalten ist, wird als limitierende Aminosäure bezeichnet.

Der Proteinzyklus

Proteine werden in unserem Körper fortwährend gebildet und abgebaut. Nach dem Essen werden Proteine durch die Verdauung in Aminosäuren zerlegt. Aminosäuren werden dann absorbiert und dazu genutzt, andere Proteine im Körper zu bilden. Die tägliche adäquate Protein- und Energieaufnahme stellt sicher, dass der Zyklus andauert.

Nahrungsquellen

Proteine sind in verschiedenen Lebensmitteln enthalten. Tierische Proteinquellen wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Eier, Milch, Käse und Joghurt stellen Proteine mit hohen biologischen Werten bereit. Pflanzen, Hülsenfrüchte, Getreide, Nüsse, Samen und Gemüse enthalten Proteine mit niedrigem biologischen Wert.

Da die limitierende Aminosäure in verschiedenen Proteinen unterschiedlich sein kann, kann die Kombination von pflanzlichen Proteinquellen in der gleichen Mahlzeit (z.B. Hülsenfrüchte oder Hülsenfrüchte mit Getreide) jedoch oft zu einem Mix mit höherem biologischen Wert führen. Diese Kombinationen werden meist in traditionellen kulinarischen Rezepten von verschiedenen Kontinenten gefunden (z.B. Bohnen mit Reis, Pasta mit Maniok, Kichererbsen mit Brot, Linsen mit Kartoffeln, usw.).

Die omnivore Ernährung (mit Lebensmittel von Tieren und Pflanzen) in den Industrieländern stellt adäquate Proteinmengen bereit. Jedoch können Untergruppen der Bevölkerung, die Lebensmittel tierischen Ursprungs meiden, Schwierigkeiten haben, ihre Proteinbedarf zu decken.

Vegetarische Ernährung und Proteine

Die vegetarische Ernährung basiert auf Getreide, Gemüse, Früchten, Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen unter Ausschluss von Fleisch, Fisch oder Geflügel. Es gibt unterschiedliche Arten der vegetarischen Ernährung. Einige beinhalten Milchprodukte und Eier (z.B. lacto-ovovegetarische Ernährung), andere nur Milchprodukte aber keine Eier (z.B. lacto-vegetarische Ernährung), während die strengste vegetarische Ernährung gar keine Produkte von Tieren beinhaltet (z.B. vegane Ernährung). Besonders der veganen Ernährung kann die Hauptquelle für Proteine mit hohen biologischen Werten fehlen. Menschen, die dieser Ernährung folgen, können besonders Schwierigkeiten haben, ihren Proteinbedarf zu decken, insbesondere während des Wachstums (z.B. Kinder und schwangere Frauen). Im Falle einer veganen Ernährung ist daher die Kombination von Proteinen aus pflanzlichen Quellen und eine ausgewogene Lebensmittelwahl sehr wichtig, um das notwendige Maß an essenziellen Aminosäuren zu erreichen.

Allgemeine Empfehlungen

Um die natürliche biologische Erneuerung von Proteinen aufrecht zu erhalten, die für das korrekte Wachstum und die Reparatur von Körpergewebe nötig sind, sollten 10-15% der Gesamtenergieaufnahme von Proteinen stammen.

Literatur

  • 1) Dietary Reference Intakes for Energy, Carbohydrates, Fiber, Fat, Protein and Amino Acids (Macronutrients) 2002. Chapter 10: Protein and Amino AcidsNational Academy of Sciences http://www.nap.edu
  • 2) Reeds, P. Dispensable and Indispensable Amino Acids for Humans. J.Nutr. 130: 1835S – 1840S, 2000
  • 3) WHO, Diet, Nutrition and Prevention of Chronic Diseases, 2003. http://www.who.int/hpr/NPH/docs/who_fao_expert_report.pdf
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Letzte Aktualisierung der Website: 27/08/2014
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