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Tomaten: Was gibts Neues?

Wissenschaftler aus Großbritannien, die mit Kollegen aus Japan und Deutschland zusammen arbeiten, entwickelten Tomaten, die einen dreimal höheren ß-Carotionoidgehalt aufweisen, einem essenziellen Wirkstoff für die Gesundheit.

Carotinoide sind eine Gruppe von Pflanzenpigmenten, die für die gelben bis roten Farben von Obst, Gemüse und Blumen verantwortlich sind. Das zu dieser Gruppe gehörende ß-Carotin wird vom menschlichen Körper in Vitamin A umgewandelt. Ein Mangel an diesem wichtigen Nährstoff kann zu Herzkranzgefäßkrankheiten, manchen Krebsarten und Blindheit führen. Wissenschaftliche Untersuchungen gehen zudem davon aus, dass eine Steigerung der ß-Carotin-Aufnahme für das Immunsystem von Nutzen sein könnte. Möglicherweise reduziert es außerdem die durch das Sonnenlicht verursachten Hautschäden. UNICEF (United Nations Children Fund) schätzt, dass jährlich zwischen ein bis zwei Millionen Todesfälle von ein- bis vier-jährigen Kindern verhindert werden könnten, wenn sie mehr Vitamin A aufnehmen würden.

Tomaten und Tomatenprodukte (zum Beispiel Saft, Suppen, Saucen und Ketchup) stellen in unserer Nahrung eine Hauptquelle für Carotinoide dar. Tomaten beinhalten außerdem andere wichtige Stoffe wie beispielsweise Vitamin E, Vitamin C und Flavonoide. Fünf Portionen an Obst oder Gemüse werden täglich empfohlen. Die meisten Menschen konsumieren jedoch weit weniger.

Eine Möglichkeit, die Aufnahme von Carotinoiden über den Weg der Nahrung zu erhöhen, ist die Steigerung ihres Gehalts in Obst und Gemüse. Um dieses Ziel erreichen zu können muss man zuvor verstehen, wie die Pflanzen die Bildung und Anreicherung von Carotinoiden kontrollieren. Dabei bedient man sich der Biochemie, der Molekularbiologie und der Elektronenmikroskopie. Aufgrund der wirtschaft-lichen Nachfrage und der gesundheitsfördernderen Inhaltsstoffe der Tomate ist es ein wichtiges Ziel der Forschung, ihren Nährstoffgehalt zu erhöhen.

Professor Peter Bramley und seine Forschungsgruppe an der Royal Holloway Universität von London veränderten den Syntheseweg von Carotionoiden in Tomaten, indem sie ein Gen eines Bakteriums einsetzten. Das Gen wandelt die Verbindung Phytoen in Lycopin um, das die kräftige rote Farbe in Tomaten verursacht und bei der Produktion von ß-Carotinoid beteiligt ist. Die daraus hervorgegangenen Tomaten hatten einen bis zu 3,5 Mal höheren Gehalt an ß-Carotin. Die Veränderungen haben keinen Effekt auf das Wachstum der Pflanze oder ihre Entwicklung und bleiben in den nachfolgenden Generationen bestehen.

Die Wissenschaftler gehen bislang davon aus, dass die Erhöhung der Menge von ß-Carotin und anderen Carotinoiden in der Nahrung effektiver ist, als sie in Form von Pillen zu ergänzen, da die anderen Nährstoffe in der Nahrung synergistisch mit den Carotinoiden wirken. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass verarbeitete und konservierte Tomaten und Tomatenprodukte gesündere Nährstoffquellen bieten als Tabletten, weil sie die Aufnahme von Carotinoiden im Darm verbessern.

Professoer Bramley betont, dass es momentan keine Pläne gibt, diese Tomaten zum Verkauf freizugeben. Bevor dies in Betracht gezogen wird, müssen die Prüfungen, welche die Unbedenklichkeit der Tomaten für den menschlichen Verzehr zeigen sollen, erfolgreich abgeschlossen werden.

FOOD TODAY 09/2000

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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Als Veganerin interessiert es mich, ob Ascorbinsäure meiner Eisen-Absorption tatsächlich helfen kann und somit vor Eisenmangel schützen würde, und was hat es wirklich mit Eiseninhibitoren in meiner Ernährung auf sich? Haben Obst und Gemüse die gleichen Ernährungsqualitäten in rohem wie in gekochtem Zustand? How is the consumer going to be informed about new foods? In welchen Lebensmitteln ist Eisen enthalten? Ist es wahr, bzw. wie ist es erklärbar, dass Tomaten dass Risiko von Prostatakrebs reduzieren können? Kann ich bei einer Allergie gegen Tomaten bloß keine rohen Tomaten essen oder muss ich auch Tomatensoße vermeiden? Macht es bei Kalziumtabletten, die zur Vorbeugung gegen Osteoporose eingenommen werden, einen Unterschied, welche Inhaltsstoffe (z.B. Kalziumcitrat, Kalziumcarbonat, Kalziumsulfat, Kalziumphosphat) darin enthalten sind und gibt es andere Mineralstoffe (z.B. der Sulfatgehalt in Mineralwasser), die die Aufnahme von Kalzium beeinflussen? Was bedeutet "Biotechnologie" und "genetische Modifikation"? Was sind die wichtigsten Fakten, die Eltern über die Ernährung von Kindern wissen sollten und welche Arten von Nährstoffmangel können der Gesundheit eines Kindes schaden? Wie ist es für transgene Pflanzen möglich, einen höheren Nährwert zu bieten? Wird der Bedarf für die Aufnahme von Milcherzeugnissen bzw. Kalzium in der westlichen Welt nicht überschätzt? Chinesen nehmen zum Beispiel keine Milchprodukte zu sich und haben dennoch keine Osteoporose.
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