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EUFIC REVIEW 10/2009

Lebensmittelorientierte Ernährungsleitlinien in Europa

Einleitung
Heutzutage gibt es eine Unmenge an Informationen und Ratschlägen aus verschiedenen Quellen zum Thema Ernährung und Gesundheit, und der interessierte Leser kann Einzelheiten zu den Nährstoffen (z.B. Kohlenhydrate, Fett, Protein, Vitamine und Mineralstoffe) finden, die er im Rahmen einer gesunden, ausgewogenen Ernährung essen sollte. Ebenso können Lebensmitteletiketten nützliche Details über den Nährstoffgehalt eines Lebensmittels liefern. Allerdings können solche Nährstoffangaben recht kompliziert erscheinen; sie werden von der Mehrheit der Verbraucher nicht besonders gut verstanden und haben für Personen ohne solides Ernährungswissen nur begrenzten Nutzen bei der Mahlzeitenplanung. Dieser Zustand erfordert, dass Ernährungsratschläge in einer für Verbraucher verständlichen Weise formuliert werden.

Was sind lebensmittelorientierte Ernährungsleitlinien?
Lebensmittelorientierte Ernährungsleitlinien (englisch: “Food-based dietary guidelines” oder kurz FBDG) sind einfache Botschaften über gesundes Essen für die allgemeine Bevölkerung. Sie umreissen in Form von Lebensmitteln anstelle von Nährstoffen, was eine Person essen sollte, und liefern somit ein Grundgerüst, welches man zur Mahlzeitenplanung - für einzelne Gerichte oder auch den gesamten Tag - nutzen kann. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO haben FBDG die folgenden Charakteristika1:
  • Prinzipien der Ernährungserziehung meistens als Lebensmittel ausgedrückt, 
  • für den Gebrauch durch Einzelpersonen gedacht, und 
  • falls nicht vollständig durch Lebensmittel ausgedrückt, in einer Sprache geschrieben, die soweit wie möglich die Fachbegriffe der Ernährungswissenschaft meidet. 
 
FBDG sollten einfache, lebensmittelbasierte Botschaften mit Relevanz für die betreffende Bevölkerung liefern und leicht zu befolgen sein. Sie können allgemein und unspezifisch sein, wie „Essen Sie täglich verschiedene Lebensmittel“ oder „Essen Sie viel Obst und Gemüse“, oder etwas detaillierter, wie „Essen Sie fünf Portionen Obst und Gemüse am Tag“. Botschaften können auch einzelne Lebensmittel benennen, wie „Essen Sie fettarme Milchprodukte und trinken Sie fettarme Milch“, oder mahlzeitenspezifisch sein, wie „Frühstücken Sie jeden Tag“.

FBDG vermeiden den Gebrauch von Zahlenwerten zur empfohlenen Zufuhr für einzelne Nährstoffe (z.B. Empfehlungen für die Tageszufuhr (englisch: Recommended Daily Allowances oder kurz RDA)) oder Bevölkerungsrichtwerte, indem sie diese auf praktische Weise zu Ernährungsratschlägen für Einzelpersonen umformulieren. Wenn also der Bevölkerungsrichtwert für gesättigte Fettsäuren 10% der Gesamtenergie ist, und die aktuelle Zufuhr höher liegt, beinhalten die FBDG Botschaften für einen verringerten Verzehr an gesättigten Fettsäuren, wie „Wählen Sie magere Fleischstücke“. FBDG berücksichtigen auch Probleme der Volksgesundheit, wie chronische Erkrankungen, indem sie auf Nährstoffe abzielen, die das Krankheitsrisiko beeinflussen können (z.B. wird auf Botschaften zu verringertem Verzehr von gesättigten Fettsäuren mehr Gewicht gelegt, wo Herz-Kreislauf-Erkrankungen häufig sind).

Die Geschichte der FBDG
Lange vor der Entdeckung der Vitamine, ihrer Rolle im Körper, und der Erstellung von Datenbanken zur Lebensmittelzusammensetzung, wussten die Menschen, dass verschiedene Lebensmittel für die Gesundheit wichtig waren. Ernährungsempfehlungen gründeten sich oft auf Beobachtungen wie die von James Lind, Arzt der britischen Navy im 18. Jahrundert, der belegte, dass Limetten und Orangen Skorbut bei Matrosen heilen konnten, während Essig und Cider (Apfelmost) keine Abhilfe verschafften. Vierzig Jahre nach Veröffentlichung seiner Ergebnisse war Limettensaft Pflichtproviant auf allen Schiffen der britischen Navy, und Skorbut an Bord von Schiffen nahezu ausgerottet.

Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es lebensmittelorientierte Ernährungsratschläge, oft auf der Basis einer Unterteilung der Lebensmittel, um die Versorgung mit Makronährstoffen (Proteine, Kohlenhydrate, und Fett) und Mikronährstoffen (Vitamine und Mineralstoffe) sicherzustellen. Dies beinhaltete die systematische Zuordnung von Lebensmitteln mit ähnlichen Charakteristika zu Lebensmittelgruppen, verbunden mit der Empfehlung an die Verbraucher, täglich Lebensmittel aus jeder Gruppe zu essen. In den 1970er Jahren sorgten sich dann Ernährungswissenschaftler um die zu hohe Zufuhr an Fett, vor allem gesättigtem Fett, und Zucker, sowie den Mangel an Ballaststoffen in der Ernährung. In der Folge drehten sich die Ratschläge in entwickelten Ländern zunehmend um einzelne Nährstoffe, mit dem Schwerpunkt eher auf Makro- als auf Mikronährstoffen. Diese Ratschläge wurden kombiniert mit einigen lebensmittelbasierten Aussagen zur Förderung des Verzehrs jener Lebensmittel, die reich oder arm an den betreffenden Nährstoffen waren - der Gebrauch der traditionellen Lebensmittelgruppen jedoch verlor an Bedeutung.

Anerkennung des Nutzens von FBDG
Auf einer internationalen Ernährungskonferenz in Rom im Jahre 1992 wurde ein Aktionsplan angenommen, der die Verbreitung von Ernährungsinformationen vermittels dauerhafter lebensmittelorientierter Ansätze forderte, welche eine abwechslungsreiche Ernährung auf der Basis von Produktion und Verzehr mikronährstoffreicher Kost fördern sollten, einschliesslich entsprechender traditioneller Lebensmittel. Der Aktionsplan markierte einen Wechsel von zahlengeleiteten Strategien hin zu solchen, die sich an den vorherrschenden Problemen der Volksgesundheit orientierten. Im Jahre 1996 veröffentlichten dann FAO und WHO gemeinsame Richtlinien zur Entwicklung von FBDG.2 Diese Richtlinien sind bis heute das Schlüsseldokument zum Thema.
 
Das Europäische International Life Sciences Institute (ILSI Europe) hat bislang zwei Workshops mit Blickpunkt auf FBDG organisiert. Der erste wurde 1997 in Vilna (Lettland) und Nitra (Slowenien) abgehalten und drehte sich um die “Entwicklung lokaler FBDG und Ernährungserziehung”. Sieben Jahre später organisierte ILSI Europe in Zusammenarbeit mit der FAO einen Nachfolge-Workshop, an dem 6 der 19 Teilnehmerländer aus dem ersten Workshop vertreten waren. Dabei wurde der Fokus erweitert, um auch Umsetzung und Erfolgskontrolle der FBDG zu berücksichtigen. Das Dokument “Nationale lebensmittelorientierte Ernährungsleitlinien: Erfahrungen, Auswirkungen und zukünftige Ausrichtung” fasst die Ergebnisse des Workshops zusammen und zeigt den Fortschritt der 6 Teilnehmerländer hinsichtlich der Entwicklung und Umsetzung von FBDG.3

Ein Rahmenprogramm für FBDG in der Europäischen Union wurde im Jahre 2000 als Teil des Eurodiet-Projekts vereinbart und 2001 veröffentlicht.4
 
Im Jahre 2003 erfasste die WHO die Verbreitung von FBDG in den Mitgliedsstaaten der WHO-Region Europa. Die Ergebnisse zeigten, dass von den 48 teilnehmenden Ländern 25 nationale FBDG hatten, welche durch die Regierung unterstützt wurden. Weitere 8 Länder gaben an, dass FBDG in Vorbereitung seien.1
 
Im März 2006 hielt die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA in Parma ein wissenschaftliches Kolloquium zu FBDG ab als Auftakt ihrer Rolle, Hilfestellung zu geben bei der Umwandlung nährstoffbasierter Empfehlungen für eine gesunde Ernährung in lebensmittelbasierte Empfehlungen für die Europäische Gemeinschaft.5 Vor dem wissenschaftlichen Kolloquium sichtete das EFSA-Panel Diätetische Lebensmittel, Ernährung und Allergien (NDA Panel) die Literatur zu Prinzipien für die Entwicklung von FBDG, identifizierte die nötigen wissenschaftlichen Informationen zur Etablierung von FBDG in europäischen Ländern und fasste die Schritte zu deren Umsetzung, Überwachung und Auswertung zusammen.6
 
In einer separaten, parallel laufenden Massnahme förderte die Europäische Kommission (Generaldirektion Forschung) das Netzwerk für Exzellenz EURRECA (EURopean micronutrient RECommendations Aligned, 2007-2011). Das Netzwerk für Exzellenz untersucht den Mikronährstoffbedarf sowie die Entwicklung von Empfehlungen für mangelanfällige Bevölkerungsgruppen. So sollen Werkzeuge entstehen, welche zum einen der EFSA und anderen Institutionen bei der Aufgabe helfen, Mikronährstoffempfehlungen festzulegen, und zum anderen Orientierung geben bei der zukünftigen Entwicklung von FBDG in europäischen Ländern. Das Ziel von EURRECA ist, europaweit einen wissenschaftlichen Konsens zu erreichen bezüglich der Eignung von Daten zur Erstellung von Mikronährstoffempfehlungen. Dies wiederum soll eine schnelle und bequeme Umsetzung in Empfehlungen auf der Ebene nationaler Leitfäden ermöglichen.
 
Das EURRECA-Netzwerk, ursprünglich aus 34 Partnern aus 17 Ländern bestehend, bezieht vor allem Akademiker, die Lebensmittelindustrie (inklusive kleine und mittelständische Unternehmen), Verbrauchergruppen, nationale Ernährungsgesellschaften und die Gesundheitsberufe mit ein. Das Netzwerk arbeitet während der gesamten Projektlaufzeit mit der EFSA zusammen.7

Im Mai 2009 organisierte die FAO zusammen mit dem Europäischen Informationszentrum für Lebensmittel EUFIC einen Workshop zur Entwicklung, Kommunikation und Auswertung von FBDG. Vierzehn mittel- und osteuropäische Länder nahmen an diesem Workshop in Budapest teil.

FBDG entwickeln
Um zu wissen, welche Lebensmittel(-gruppen) die FBDG umfassen sollten, ist die Erfassung des Ernährungsstatus der Zielbevölkerung erforderlich. In manchen Fällen kann dies schwierig sein, so dass provisorische FBDG auf der Basis von Ernährungsempfehlungen oder FBDG anderer Länder erstellt werden, oder anhand des Ernährungsleitfadens CINDI (Countrywide Integrated Noncommunicable Diseases Intervention) der WHO.8 Allerdings ist die Ermittlung des Ernährungsstatus der Bevölkerung das beste Mittel um sicherzustellen, dass die FBDG die bestehenden Nährstofflücken und Volksgesundheitsprobleme des jeweiligen Landes berücksichtigen.
 
In Europa sind ernährungs- und lebensstilbedingte, nicht übertragbare Erkrankungen wie Fettsucht, Herzkrankheiten, Diabetes und Krebs die grössten Probleme der Volksgesundheit. Diese Erkrankungen können sich teilweise von einer übermässigen Kalorienzufuhr sowie einem Mangel an Mikronährstoffen ableiten. Aus diesem Grund müssen FBDG sowohl negative (z.B. „Wählen Sie magere Fleischstücke“ zur Reduktion des Verzehrs an gesättigten Fettsäuren), als auch positive Botschaften (z.B. „X Portionen Fleisch, Geflügel und Fisch pro Tag“ zur Erhöhung der Eisenzufuhr) berücksichtigen.
 
Der FAO/WHO-Beratungsbericht „Vorbereitung und Einsatz von lebensmittelorientierten Ernährungsleitlinien“ ermutigt die Bildung einer/eines „Arbeitsgruppe/Komitees, bestehend aus Vertretern der Landwirtschaft, des Gesundheitsbereichs, der Lebensmittel- und Ernährungswissenschaften, der Verbraucher, der Lebensmittelindustrie, der Kommunikation und der Anthropologie“ als erstem Schritt bei der Entwicklung von FBDG.2 Dieser Prozess wird sowohl im FAO/WHO-Bericht als auch im wissenschaftlichen Gutachten der EFSA aus dem Jahre 2008 herausgestrichen, und zeigt damit, wie wichtig es ist, Personen aus verschiedenen Disziplinen bei der Entwicklung einzubeziehen.6 Befolgt man dies, ist sichergestellt, dass alle relevanten Ansichten der verschiedenen Gruppen berücksichtigt werden. So erhöht sich die Erfolgswahrscheinlichkeit von FBDG bei der Bekämpfung nationaler Gesundheitsprobleme, sowie die allgemeine Bekanntheit und Akzeptanz der Leitlinien bei Gruppen, die an Verbreitung, Kommunikation und Gebrauch der FBDG beteiligt werden könnten.
 
Im EFSA-Gutachten werden sieben Schritte zur Entwicklung von FBDG aufgeführt:
  1. Identifizierung von Zusammenhängen zwischen Ernährung und Gesundheit 
  2. Identifizierung länderspezifischer ernährungsabhängiger Probleme 
  3. Identifizierung von Nährstoffen mit Relevanz für die Volksgesundheit 
  4. Identifizierung von Lebensmitteln mit Relevanz für FBDG 
  5. Identifizierung von Verzehrsgewohnheiten 
  6. Testen und Optimieren von FBDG 
  7. Grafische Darstellung von FBDG 
Der Eurodiet-Bericht aus dem Jahr 2000 listet fünf Schritte zur Entwicklung von FBDG. Diese sind allesamt im oben erwähnten EFSA-Leitfaden enthalten.
 
Die Notwendigkeit regelmässiger Aktualisierungen der FBDG sowie die Bewertung ihrer Effizienz sollten in der Entwicklungsphase der Leitlinien berücksichtigt werden, so dass von Anfang an genügend Ressourcen zur Verfügung stehen. Aktualisierungen sind unerlässlich, um dem wissenschaftlichen Fortschritt hinsichtlich der Beziehung zwischen Lebensmitteln, Ernährung und Gesundheit Rechnung zu tragen und die FBDG an sich ändernde Ernährungsgewohnheiten und Lebensstile anzupassen. Die Bewertung der Effektivität der Leitlinien, zum Beispiel indem man den Einfluss der grafischen Darstellung und/oder der Botschaften auf das Verhalten der Verbraucher misst, ist notwendig, um die Kommunikationsstrategie zu verbessern. Im folgenden wird diese FBDG-Bewertung näher diskutiert.
 
FBDG umsetzen
Sind die FBDG einmal erstellt, ist es unerlässlich, Kommunikationsmassnahmen zu entwickeln, die die Öffentlichkeit effektiv über die FBDG-Botschaften informieren. Der FAO/WHO-Beratungsbericht präsentiert einige Faktoren, die bei der Umsetzung beachtet werden sollten2:
  • FBDG-Botschaften sollten kurz und klar sein, einfach zu behalten, und verständlich (für die Allgemeinheit). Visuelle Unterlagen zur Vermittlung der FBDG-Botschaften müssen ebenfalls klar und verständlich sein, um Erfolg zu haben. Zudem müssen FBDG kulturell annehmbar sein hinsichtlich Ernährungsgewohnheiten, Lebensstil, etc. Radikale Änderungen bestehender Gewohnheiten werden weniger wirksam sein als Empfehlungen für kleine Änderungen, die leichter zu vermitteln und umzusetzen sind.
  • Zur Unterstützung der FBDG können Lernmaterialien entwickelt werden. Das Ziel solcher Materialien ist, den Inhalt der Leitlinien und ihre Umsetzung im Alltag näher zu erklären (z.B. Portionsgrössen). Es empfiehlt sich, alle Interessengruppen in die Erstellung dieser Lernmaterialien einzubeziehen, da dies die Qualität der Materialien erhöht.
  • FBDG sollten mittels einer Vielzahl von Medien kommuniziert werden. Wenn eine Botschaft mehrfach übermittelt wird, auf verschiedenen Wegen, verstärkt sie sich und ihr Effekt wird deutlicher.
  • Vermittlung der FBDG sollte zielgerichtet sein und relevante Teile der Gemeinschaft, Altersgruppen, etc. ansprechen.
  • FBDG sollten praxisorientiert sein, d.h. in FBDG empfohlene Lebensmittel sollten erschwinglich, verfügbar und abwechslunsgreich sein, so dass sie den Bedürfnissen verschiedener Bevölkerungsgruppen entsprechen. FBDG werden nicht von der Bevölkerung genutzt, wenn sie unpraktisch sind.
  • FBDG sollten getestet werden. Zunächst sollten Ernährungswissenschaftler und Verbrauchervertreter (z.B. Schullehrer, Gemeinschaftsvorsitzende) die Leitlinien prüfen. Nach Überarbeitung auf der Basis dieses ersten Tests, sollte eine zweite Kontrolle durch Verbraucher hinsichtlich der Verständlichkeit durchgeführt werden.

Darüberhinaus empfiehlt das EFSA-Gutachten zu FBDG, diese in eine „kohärente Lebensmittel- und Ernährungsstrategie“ zu integrieren, die um einer effektiven Umsetzung willen über die blosse Kommunikation an den Verbraucher hinausgeht.6

FBDG auswerten
Im FAO/WHO-Beratungsbericht werden Ergebnis- und Prozessevaluierung besprochen. Ergebnisevaluierung beabsichtigt, die Resultate oder Auswirkungen der FBDG (Wissen, Einstellung, Verhalten, Praxis, etc.) zu messen. Dies wird meistens mittels Umfragen getan. Prozessevaluierung hingegen beinhaltet die Analyse, wie eine Botschaft verbreitet und umgesetzt wird. Die wichtigste Frage bei der Durchführung einer solchen Evaluierung ist, ob die Kommunikationskampagne planmässig umgesetzt wurde. Indem man den Prozess evaluiert, werden die Auswirkungen ins Verhältnis gesetzt. So sollte die Prozessevaluierung im Falle unbefriedigender Resultate in der Ergebnisevaluierung Hinweise liefern, wie die Vermittlung der Botschaft zukünftig verbessert werden kann.2

Für Überwachung und Evaluierung unterscheidet EFSA zwischen Massnahme und Effekt, wohingegen FAO/WHO ausschliesslich von Ergebnisevaluierung sprechen (was Massnahme und Effekt umfasst). Es ist leichter, Massnahmen als Effekte zu überwachen, wenn man bedenkt, dass Indikatoren für die Massnahmen einfach zu sammeln und zu quantifizieren sind (z.B. Anzahl Broschüren, Faltblätter, die nachgefragt/verteilt/verkauft wurden). Solche Daten können zur Ermittlung von FBDG-Bekanntheit und -Wissen in der Bevölkerung genutzt werden.6

Das EFSA-Gutachten listet zudem Wege auf, Effekte zu evaluieren.6 Die aufgeführten Indikatoren haben nicht alle den gleichen Zeitrahmen für die Nachverfolgung, was bei ihrer Verwendung beachtet werden muss.

  • Änderungen in Lebensmittelverkaufszahlen/-einkäufen. Es gilt zu beachten, dass solche Statistiken nicht zwingend den tatsächlichen Verzehr widerspiegeln, weshalb man vorsichtig bei der Interpretation der Daten sein sollte.
  • Änderungen in der Lebensmittelzusammensetzung. FBDG können Lebensmittelzusammensetzungen beeinflussen, indem sie als Antrieb für neue Produktrezepturen wirken. Dies zu überwachen, ist unerlässlich, da man zur Berechnung von Nährstoffzufuhrtrends die Zusammensetzung der Lebensmittel kennen muss.
  • Änderungen in der Lebensmittel-/Nährstoffzufuhr. Indikatoren lassen sich durch representative Befragungen ermitteln.
  • Änderungen im Gesundheitsstatus. Biomarker, Erkrankungs- und Sterblichkeitsraten und spezifischere Indikatoren können verwendet werden.

Letztendlich ist es für die Erfassung der Wirksamkeit von FBDG nötig, die Leitlinien überwachen und evaluieren zu lassen. Die Ergebnisse aus Überwachung und Evaluierung sollten dann zur Verbesserung der FBDG oder ihrer Umsetzung genutzt werden.

FBDG in Europa
In diesem Dokument stammen die meisten Beispiele, wie FBDG aussehen und welche Informationen sie enthalten können, aus Westeuropa. Da mittel- und osteuropäische FBDG tendenziell später, und auf der Basis bereits existierender FBDG, entwickelt wurden, findet sich eine Auswahl im Anhang.

Die Mehrzahl der europäischen Länder haben FBDG in der einen oder anderen Form.1 Die Leitlinien sind in Tabelle 1 aufgeführt, mit Informationen zu Format und enthaltenen Ratschlägen. Nahezu alle Leitlinien schliessen Ratschläge zu fett- und zuckerhaltigen Lebensmitteln sowie zum Obst- und Gemüseverzehr ein. Ausserdem enthalten sie oft Ratschläge, proteinhaltige sowie kohlenhydrat- und ballaststoffreiche Lebensmittel zu essen, die Salzzufuhr einzuschränken, genügend zu trinken, Alkoholzufuhr und Körpergewicht unter Kontrolle zu halten, und als weitere Aspekte des Lebensstils zudem ausreichend körperliche Aktivität zu bekommen und regelmässig zu essen. Gelegentlich enthalten sie auch Ratschläge zur Lebensmittelhygiene.

Manche Länder, wie Italien oder Dänemark, haben eine Liste lebensmittelbasierter Botschaften (siehe Kasten unten), während andere ihre FBDG in verschiedenen grafischen Formaten präsentieren. Grafische Formate werden im nächsten Abschnitt besprochen.

Dänische and italienische Ernährungsratschläge für die Bevölkerung

Die dänischen 8 Ernährungstips

  • Essen Sie 6 Stück Obst und Gemüse am Tag
  • Essen Sie mehrmals pro Woche Fisch und Fischprodukte 
  • Essen Sie jeden Tag Kartoffeln, Reis, Pasta und Vollkornbrot 
  • Begrenzen Sie die Zufuhr an Zucker, vor allem aus Softdrinks, Süssigkeiten und Kuchen 
  • Essen Sie weniger Fett, vor allem Fett aus Fleisch und Milchprodukten
  • Essen Sie abwechslungsreich und halten Sie ein normales Gewicht 
  • Trinken Sie Wasser, wenn Sie durstig sind 
  • Seien Sie mindestens 30 Minuten am Tag körperlich aktiv 

Diese Tips sind auch im dänischen Lebensmittelkompass aufgeführt.
Quelle: Dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde (www.altomkost.dk)

Die italienischen Leitlinien

  • Achten Sie auf Ihr Gewicht und seien Sie aktiv 
  • Mehr Getreide, Gemüse, Knollen und Früchte 
  • Fett - wählen Sie Qualität und begrenzen Sie die Menge 
  • Zucker, Süssigkeiten, Süssgetränke – in der richtigen Menge 
  • Trinken Sie reichlich Wasser jeden Tag 
  • Salz? Weniger ist mehr 
  • Alkoholische Getränke – nur in begrenzten Mengen 
  • Treffen Sie eine abwechslunsgreiche Auswahl 
  • Spezifischer Rat für spezifische Personen 
  • Die Sicherheit Ihrer Lebensmittel hängt auch von Ihnen ab 

Quelle: Linee Guida per una sana alimentazione italiana:

http://www.inran.it/servizi_cittadino/stare_bene/guida_corretta_alimentazione/Linee%20Guida.pdf

Europäische FBDG - Formate und enthaltene Informationen

Tabelle 1. Europäische FBDG - Formate und enthaltene Informationen
Land Grafisches Format Anzahl Lebensmittel-gruppen* (Grafische Modelle) oder Lebensmittel-Botschaften Weiterführende Information Getränke, Salz, bestimmte Mikronährstoffe   Lebensstil
Albanien Pyramide 6 Gruppen Quantitative Informationen für jede Gruppe Ratschlag für niedrigere Salzzufuhr Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, gesunden BMI und Alkoholzufuhr
Österreich Pyramide 6 Gruppen Qualitative und/oder quantitative Informationen für jede Gruppe; nicht Teil des Modells Getränke sind 6. Gruppe an der Basis der Pyramide Zusätzliche Tips zu Körpergewicht und Alkohol
Belgien Pyramide 8 Gruppen Quantitative Informationen für jede Gruppe; Teil des Modells
Begleitheft liefert weitere Information zu gesundem Essen
Getränke sind 8. Gruppe an der Basis der Pyramide Aktivität an der Basis der Pyramide, unter Getränken
Bosnien und Herzegovina Keine - Quantitative und qualitative Informationen über die Lebensmittel-gruppen Ratschlag für niedrigere Salzzufuhr Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht (BMI), körperliche Aktivität und Alkohol
Bulgarien Pyramide (und Faltblatt) 6 Gruppen (+ Getränke und körperliche Aktivität) Qualitative und quantitative Informationen zu jeder Gruppe
Zusätzliche Faltblätter
Ratschläge für Salz und Getränke Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht (BMI), körperliche Aktivität und Alkohol
Kroatien Pyramide 4 Gruppen Qualitative und quantitative Informationen für jede Gruppe Ratschlag für Salz Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht (BMI), körperliche Aktivität und Alkohol
Tschechische Republik Pyramide 6 Gruppen Qualitative und quantitative Informationen für jede Gruppe Ratschlag für Salz Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht (BMI), körperliche Aktivität und Alkohol
Dänemark Kompass 8 Ernährungstipps Zusätzliche Texte geben weiterführende Informationen zu gesundem Essen Ratschlag für Wasser Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht, und körperliche Aktivität
Estland Pyramide 5 Gruppen Separate qualitative und quantitative Informationen - Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht, und körperliche Aktivität
Finnland Kreis, Pyramide und Teller 6 Gruppen in Kreis und Pyramide. 3 Abschnitte im Tellermodell (nur Mahlzeiten) Hintergrund-information - -
Frankreich Tabellarische Liste 7 Gruppen Qualitative und/oder quantitative Informationen für jede Gruppe in der Tabelle Getränke sind 7. Gruppe. Salz ist 8. Punkt in der Tabelle Ratschlag für körperliche Aktivität
Deutschland Dreidimensionale Pyramide 4 Gruppen Qualitative Informationen für jede Gruppe; nicht Teil des Modells Getränke stellen eine Gruppe dar -
Griechenland Pyramide 12 Gruppen Ein paar qualitative und quantitative Informationen als Teil der Grafik gegeben Ratschläge für Salz und Wasserzufuhr Ratschlag zu Alkohol (Wein in Maßen) und körperlicher Aktivität
Ratschlag zu regelmässigen Mahlzeiten erwähnt
Ungarn Haus 5 Gruppen Qualitative und quantitative Informationen getrennt von der Grafik als Text gegeben Salz, Wasser in unterstützendem Text erwähnt Ratschläge zu Alkohol, Körpergewicht, sportlicher Betätigung, Lebens-mittelsicherheit, Kennzeichnung, regelmässigen Mahlzeiten und Snacks in Begleittext erwähnt
Irland Pyramide (für Kinder) 5 Gruppen Erwachse-nenversion liefert qualitative und quantitative Informationen für jede Gruppe
Anzahl Portionen
Getränke und Folsäure in unterstützendem Text erwähnt
Ratschlag für Salz in zusätzlichen Tips erwähnt
Ratschlag für Gewicht, sportliche Betätigung und Alkohol
Italien Keine 8 Leitlinien Qualitative und quantitative Informationen für jede Richtlinie Eine Richtlinie für Getränke und eine für Salz Ratschläge für Gewicht und körperliche Aktivität
Lettland Ernährungs-pyramide 4 Gruppen (+ Wasser an der Basis der Pyramide) Qualitative und quantitative Informationen für jede Gruppe; nicht Teil des Modells
Prozente an der Seite der Pyramide liefern Informationen, welchen Anteil diese Lebensmittelgruppe an Ihrer Tageszufuhr haben sollte
Ratschlag für geringere Salzzufuhr
Ratschlag bezüglich Getränken
Ratschläge zu abwechs-lungsreicher Ernährung, Gewicht (BMI), Balance zwischen Essen und körperlicher Aktivität, und Alkohol
Litauen Lebensmittel-pyramide - - Ratschlag für geringere Salzzufuhr Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht, und körperliche Aktivität (nicht quantifiziert) und Alkohol
Niederlande Rad 5 Gruppen In separatem Text und auf zusätzlicher Webseite In Begleitinformation erwähnt Im Begleittext erwähnt
Polen Pyramide 5 Gruppen 10 Prinzipien einer gesunden Ernährung, in manchen Formaten Wasser in manchen Schemata ausserhalb der Pyramide abgebildet
Salz in 10 Prinzipien enthalten
Ratschläge zu Gewicht und Alkohol in 10 Prinzipien erwähnt
Portugal Kreis 7 Gruppen - Wasser in der Mitte des Kreises -
Rumänien Lebensmittel-pyramide 6 Lebensmittel-Gruppen (+ Getränke und körperliche Aktivität am Boden der Pyramide) Qualitative und quantitative Informationen; Teil des Modells Wasser vertreten in der Pyramide Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung und Alkohol
Serbien Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG
Slowakei Grafik in der Diskussion (erste Hälfte 2009) Im Moment keine Informationen, da das grafische Modell noch nicht entschieden ist 12 Hauptbotschaften zu Ernährung und Lebensstil Ratschlag für geringere Salzzufuhr Ratschlag zu Getränken Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung und Alkohol
Slowenien Ernährungs-pyramide 7 Gruppen (+ körperliche Aktivität) Qualitative und quantitative Informationen für jede Gruppe Ratschlag für geringere Salzzufuhr Ratschläge für abwechs-lungsreiche Ernährung, Gewicht (BMI), körperliche Aktivität und Alkohol
Spanien Pyramide 7 Gruppen Quantitative und etwas qualitative Informationen für jede Gruppe; zusätzlicher Teil des Modells Getränke zusätzlicher Teil der Grafik Ratschläge zu Alkohol (Wein) und körperlicher Aktivität in zusätzlichem Teil der Grafik
Schweden Kreis und Teller 7 Gruppen im Kreis- und 3 im Tellermodell (nur Mahlzeiten) Informationen in separatem Text und auf zusätzlichen Webseiten Getränke und Salz in Begleittext erwähnt Ratschläge zu Alkohol und körperlicher Aktivität in Begleittext
Schweiz Pyramide 6 Gruppen Qualitative und qualitative Informationen für jede Gruppe; Teil des separaten Texts Getränke sechste Gruppe an der Pyramidenbasis Ratschläge zu körperlicher Aktivität in zusätzlichem Teil der Grafik
Türkei Kreis 4 Gruppen Informationen in umfassendem Heftchen über gesunde Ernährung Im Begleitheft erwähnt Ratschläge zu körperlicher Aktivität und Gewicht in Begleitheftchen
Vereinigtes Königreich Kreis (Teller) 5 Gruppen Halb-quantitative Informationen für jede Gruppe; Teil des separaten Texts Qualitative und quantitative Informationen verfügbar auf zusätzlichen Webseiten Salz in Begleitinformation erwähnt. Getränke und Salz in separater Liste mit 8 Tips Ratschläge zu körperlicher Aktivität, Gewicht und Frühstück in separater Liste mit 8 Tips
Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG Keine FBDG
WHO, CINDI Pyramide 4 Gruppen Grüne, orange und rote Hintergrundfarben untermalen die relative Bedeutung jeder Gruppe im Modell Salz enthalten in separaten 12 Stufen zu gesunder Ernährung Ratschläge zu Gewicht, körperlicher Aktivität, und Alkohol in den 12 Stufen enthalten
* Lebensmittelgruppen beinhalten: Milch und Milchprodukte; Fleisch, Fisch, Eier und Alternativen; Früchte und Gemüse; Getreide, Fette und zuckerhaltige Lebensmittel

Grafische Formate
Die meisten Länder haben grafische FBDG-Darstellungen entwickelt, um die Proportionen verschiedener Lebensmittel mit ähnlichen Charakterisitika zu illustrieren, die in eine ausgewogene Ernährung einbezogen werden sollten; allerdings kann ebenso eine Liste von Botschaften oder Tips enthalten sein. Grafische Abbildungen liefern einen verbraucherfreundlichen Bezugsrahmen, so dass ein erster wichtiger Schritt hin zu einer gesunden Ernährung getan ist, falls täglich Lebensmittel aus den Hauptgruppen verzehrt werden.

Einer der ersten Ansätze, Lebensmittel zu gruppieren, fand auf der Basis von „pflanzlichen“ und „tierischen“ Lebensmitteln statt, da dies eine den meisten Menschen vertraute Unterteilung war. Die Mehrzahl der FBDG-Grafiken unterteilt die tierischen Lebensmittel weiter in zwei separate Gruppen:

  • eine „fleischbezogene“ Gruppe, einschliesslich Fisch, Eiern, Sprossen und manchmal Nüssen (z.B. in Spanien, Deutschland, Österreich), besonders wichtig für die Eisenzufuhr;
  • eine Gruppe „Milch und Milchprodukte“, die besonders wichtig für die Calciumzufuhr ist.

Alternative nicht-tierische Lebensmittel in diese Gruppen einzuschliessen ist wichtig für Vegetarier.

In ähnlicher Weise werden pflanzliche Lebensmittel gewöhnlich unterteilt in:

  • „Getreide“ (einschliesslich Kartoffeln), die eine fettfreie Quelle für Energie und bestimmte Ballaststoffe sind;
  • „Obst und Gemüse“, wichtig für Vitamin C sowie andere Mikronährstoffe und Schutzfaktoren.

Die Grafik der Türkei zum Beispiel besteht aus diesen vier Untergruppen. Eine weitere Gruppe wird gelegentlich durch die Trennung von Obst und Gemüse gebildet, wie in den portugiesischen, grieschischen und manchen skandinavischen Leitlinien.

Zuckerhaltige Lebensmittel tauchen in einigen Abbildungen als separate Gruppe auf, werden aber meist mit Fetten und Ölen in einer Kategorie fett- und zuckerhaltige Lebensmittel kombiniert, welche Süssigkeiten, Backwaren und Softdrinks einschliesst.

Manche Führer beinhalten Getränke oder Wasser und körperliche Aktivität als Teil der grafischen Darstellung. Die meisten Führer schliessen Ratschläge zu diesen zwei Aspekten als Teil eines gesunden Lebensstils in den weiterführenden, die Grafik begleitenden Informationen mit ein, z.B. als Text neben der Grafik, als Faltblatt, Heftchen oder zugehörige Webseite.

Lebensmittelpyramiden
Die populärste grafische Darstellung der FBDG ist die Pyramide. Österreich, Belgien, Finnland, Griechenland, Irland, Lettland, Spanien, Deutschland und die Schweiz sind einige der Länder, die von solch einer Lebensmittelpyramide Gebrauch machen.

Die irische Lebensmittelpyramide ist insofern typisch, als sie fünf Gruppen hat, die jeweils eine Ebene bilden. Die unterste Ebene, die sich über den breitesten Teil der Pyramide erstreckt, steht für die Lebensmittelgruppe, von der wir am meisten verzehren sollten, nämlich „Brot, Getreide und Kartoffeln“. Demgegenüber zeigt die schmale Spitze die Gruppe, von der wir am wenigsten essen sollten, nämlich „Öle, Fette und zuckerhaltige Lebensmittel“. Über der Basisebene folgen „Obst und Gemüse“, in der mittleren Schicht dann „Milch, Käse und Joghurt“, und unter der Spitze „Fleisch, Fisch und Alternativen“. Der Ratschlag, viel Wasser zu trinken, findet sich in unmittelbarer Nähe.

Irische Lebensmittelpyramide 

 

Die Schweizer Pyramide unterscheidet sich von der irischen insofern, als Obst und Gemüse in der Ebene unter Getreide liegen, die Milch- und die Fleischgruppe auf einer Stufe stehen, und zuckerhaltige Lebensmittel einen Abschnitt an der Spitze für sich haben, über Fetten und Ölen. 

 Schweizerische Lebensmittelpyramide

 
 
Die belgische und die Schweizer Pyramide zeigen Getränke als zusätzliche Lebensmittelgruppe an der Basis an. Darüberhinaus beinhalten beide körperliche Aktivität in der Grafik, jedoch an der Aussenseite der Pyramide.
 

 Belgische Lebensmittelpyramide

 

Die spanische Pyramide fügt Wasser und Bewegungsempfehlungen unterhalb der Basis der Grafik hinzu, und sie stellt Ratschläge für gemässigten Wein- und Bierkonsum an der Seite der Pyramide dar.

Spanische Lebensmittelpyramide

 
Sowohl die griechische als auch die spanische Pyramide spiegeln lokale Kultur und Gesundheitsrat wider, indem sie einen kleinen Unterabschnitt in der Mitte der Pyramide dem Olivenöl widmen.
 

Griechische Lebensmittelpyramide

Wie alle oben genannten Beispiele zeigt die lettische Pyramide zusätzliche Informationen an der Seite der Pyramide. Hier werden jedoch die Prozentwerte für einen idealen Beitrag der Lebensmittelgruppen in einer gesunden Ernährung angegeben. Zudem werden Getränke an der Pyramidenbasis dargestellt.

Lettische Pyramide

 
Deutschland verwendet eine dreidimensionale Pyramide, die qualitative (ernährungsphysiologische Rolle der Lebensmittel) und quantitative (wieviel von diesem Lebensmittel im Verhältnis zu anderen) Ratschläge zum Lebensmittelverzehr liefert.
 
Die vier Seiten der Pyramide sind den folgenden Lebensmittelgruppen gewidmet:
  • Lebensmittel vorwiegend pflanzlichen Ursprungs. Kriterien: Energiedichte; Nährstoffdichte (Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Ballaststoffe); präventive Aspekte (Krebs, Herz-Kreislauferkrankungen).
  • Lebensmittel vorwiegend tierischen Ursprungs. Kriterien: Energiedichte; Nährstoffdichte (z. B. Calcium, Eisen, Zink, Selen, B-Vitamine, Vitamin D); Fettqualität (gesättigte Fettsäuren, n-3 Fettsäuren).
  • Speisefette und Öle. Kriterien für Fette: Fettsäurenzusammensetzung (n-3, n-6, n-9 Fettsäuren, gesättigte Fettsäuren, Verhältnis von n-6 zu n-3 Fettsäuren); Vitamin E; Cholesterol/unerwünschte Begleitstoffe; trans-Fettsäuren; küchentechnische Nutzung. Kriterien für Öle: Verhältnis von n-6 zu n-3 Fettsäuren; Vitamin E-Gehalt.
  • Getränke. Kriterien: Energiegehalt (mäßig: <7% Kohlenhydrate, hoch: >7% Kohlenhydrate); essenzielle Nährstoffe; sekundäre Pflanzenstoffe; anregende Substanzen; Süßungsmittel.
Die Farben am linken Rand auf jeder der vier Seiten der deutschen Pyramide sind Ampelfarben, die den Nährwert der Lebensmittel anzeigen und somit Ratschläge für die Verzehrsmenge geben. Die Ampelfarben gelten für Lebensmittel innerhalb einer Lebensmittelgruppe.
 
Am Boden der 3D-Pyramide ist ein Kreis abgebildet, der den relativen Anteil jeder Gruppe an der Ernährung anzeigt. Dazu sind die pflanzlichen Lebensmittel unterteilt in „Obst und Gemüse“ und „Getreide“, und sie haben einen grösseren Anteil an der Kreisfläche als die tierischen Lebensmittel. Fette sind auf einen sehr kleinen Anteil begrenzt, und Wasser füllt die Kreismitte aus.
 

Deutsche Lebensmittelpyramide

Genau wie die belgische und die schweizerische Pyramide, bildet die österreichische Wasser als zusätzliche Lebensmittelgruppe an der Basis einer zweidimensionalen Grafik ab, unterscheidet sich aber von der irischen, indem Obst und Gemüse eine Ebene unter den Getreiden stehen, die Gruppen Milch und Fleisch in einer Ebene vereint sind und zuckerhaltige Lebensmittel ihren eigenen Bereich an der Spitze über den Fetten und Ölen haben.
 

 Österreichische Lebensmittelpyramide

 
Die WHO Europa hat die so genannte CINDI-Pyramide entwickelt.8 Die Besonderheit dieser Pyramide liegt im Gebrauch von Farbcodes wie denen des Ampelsystems. Grün findet sich an der Pyramidenbasis (Getreide, Obst und Gemüse) und zeigt damit, dass diese Lebensmittel den Grossteil der Ernährung ausmachen sollten. Milch und Milchprodukte sowie Fleisch, Fisch und Eier liegen im orangen, mittleren Bereich der Pyramide. Orange signalisiert, dass mässige Mengen dieser Lebensmittel für eine gesunde, ausgewogene Ernährung ausreichen. Rot steht an der Spitze der Pyramide und deckt Fette, Öle und Zucker ab. Die rote Farbe informiert die Leute, dass nur sehr geringe Mengen dieser Lebensmittel benötigt werden.

CINDI Lebensmittelpyramide

 
 
Lebensmittelkreise
Die andere für FBDG übliche Grafik in Europa ist ein kuchenähnlich in Segmente unterteilter Kreis. Jedes Segment enthält eine Lebensmittelgruppe ähnlich der in den Pyramiden verwendeten. Solche Kreise sind entwickelt worden in Portugal, Schweden, und im Vereinigten Königreich (als Teller dargestellt). Finnland und Spanien verwenden Kreis und Pyramide, und die deutsche Pyramide zeigt einen Kreis am Boden der 3D-Variante. Die Niederlande haben ein Rad, dessen Zentrum für Lebensmittelbotschaften verwendet wird. Die meisten Kreise sind proportional segmentiert gemäss den empfohlenen Zufuhrmengen für die einzelnen Lebensmittelgruppen. Wasser findet sich im Kreiszentrum der portugiesischen und der deutschen Grafik, wohingegen der spanische Kreis Wasser und körperliche Aktivität zusammen im Zentrum abbildet.

Der „eatwell“ Teller (Vereinigtes Königreich)

Das spanische Rad

 

Andere optische Hilfsmittel

Im allgemeinen sind Beispielbilder für die einzelnen Lebensmittelgruppen in Form von Fotos oder Zeichnungen in den jeweiligen Abschnitten enthalten. Auswahl und Design der Bilder müssen gut überlegt sein, um sicherzustellen, dass typische Lebensmittel verwendet werden, dass nichts wichtiges ausgelassen wird, dass es eine den lokalen Gepflogenheiten entsprechende Auswahl gibt, und dass die Darstellungen optisch ansprechend sind.
 
Meist werden unterschiedliche Farben für die verschiedenen Gruppen verwendet, ohne dass ihnen eine weitere Bedeutung zukäme. Ausnahmen sind unter anderem die oben beschriebene CINDI-Pyramide sowie die deutsche Pyramide, in der die Qualität einzelner Lebensmittel innerhalb einer Lebensmittelgruppe durch Farben gekennzeichnet werden.
 
In Ungarn sind die Leitlinien von einer Grafik in der Form eines Hauses begleitet, dessen Erdgeschoss, erster Stock, Dach und Schornstein verschiedene Lebensmittelgruppen darstellen.
 
Die französischen FBDG werden durch Stufen illustriert. Lebensmittel, von denen grössere Mengen verzehrt werden können, finden sich an der Spitze der Stufen, wohingegen sich diejenigen, welche man nur in kleinen Mengen konsumieren sollte, am Fusse der Stufen finden. Die französischen Leitlinien sind auch in einer Tabelle dargestellt, die Empfehlungen enthält zur Verzehrsmenge für jede der sechs Lebensmittelgruppen, sowie für Salz und Flüssigkeit. Die Tabelle zeigt zudem Empfehlungen für körperliche Aktivität.

Ungarisches Haus


Französische Stufen

 
 
Zusätzliche Informationen
Obwohl grafische FBDG allgemein als alleinstehende Information konzipiert sind, ist ein erklärender Begleittext gewöhnlich vonnöten. Dieser kann folgende Formen annehmen:
  1. Text als Teil der Grafik. Dies beinhaltet die Angabe der Namen der Lebensmittelgruppen (wie beim britischen Tellermodell) oder der Lebensmittel innerhalb einer Gruppe (z.B. deutsche 3D-Pyramide), oder die empfohlene Anzahl Portionen (z.B. irische Pyramide).
  2. Text nahe der Grafik, entweder auf einem Poster, einem einfachen Faltblatt, oder derselben Webseite. Dieser Text gibt weitere Informationen und Ratschläge zu der Art und Menge an Lebensmitteln, die aus jeder Lebensmittelgruppe konsumiert werden sollten, sowie zusätzliche Tips, die unter anderem über Flüssigkeit, Alkohol, körperlicher Aktivität und Körpergewicht beraten.
  3. Ein(e) detailliertere(s) Faltblatt, Begleitheft oder Webseite, die weitere Informationen und Ratschläge geben, einschliesslich ein paar Angaben zu Nährstoffen.
  4. 4. Ein umfangreicheres Büchlein, das über die FBDG hinausgeht, mit mehr Details zu Nahrung und Ernährung; geeignet für Gesundheitsexperten, Lehrer und interessierte Verbraucher.
Potentielle Probleme mit grafischen FBDG
FBDG sind keine exakte Wissenschaft, sondern Leitlinien, die den Menschen helfen sollen, die Qualität ihrer Ernährung zu verbessern. Grafische Darstellungen mit einem Minimum an Text sind hilfreich, können jedoch vermuten lassen, dass jeder täglich genau die gleichen Mengen aus jeder Lebensmittelgruppe verzehren sollte.

Als Individuen haben wir nicht alle den gleichen Ernährungsbedarf, und verschiedene Verzehrsgewohnheiten sind mit guter Gesundheit vereinbar. Der Einzelne sollte versuchen, das vorgeschlagene Gleichgewicht über einen Zeitraum von mehreren Tagen bis Wochen zu erreichen. Dies räumt zudem jenen Lebensmitteln einen Platz im Speiseplan ein, die nicht täglich gegessen werden sollten.

Für grafische FBDG besteht nach wie vor die Frage, wie mit gemischten Mahlzeiten und Convenience-Produkten verfahren werden sollte. Wie passen zum Beispiel Lebensmittel wie Pizza oder Pommes frites in das Schema?

Amerikanische Lebensmittelpyramide


Obwohl die Pyramide das gängigste Format ist, wird von manchen kritisiert, dass in ihr die zucker- und fetthaltigen Lebensmittel, die wir nur in geringen Mengen essen sollten, durch die Position an der Spitze unverhältnismässig wichtig erscheinen. Die kürzlich überarbeitete amerikanische „ Meine Pyramide“ hat die Darstellung komplett gewechselt, so dass die Lebensmittelgruppen nun vertikal statt horizontal aufgeführt werden, alle beginnend an der Basis und zur Spitze zusammenlaufend.9 Folglich sind die die Lebensmittelgruppen gegeneinander abgrenzenden Streifen am Fusse breiter und schmaler an der Spitze, um den Gedanken zu veranschaulichen, dass nicht alle Lebensmittel innerhalb einer Gruppe den gleichen Stellenwert haben. Die Pyramide erinnert uns daran, vornehmlich Lebensmittel ohne feste Fette oder zugesetzten Zucker zu verzehren. Nahrungsmittel wie Süssigkeiten oder Kuchen sind nicht in der Grafik enthalten und werden „discretionary foods“, sinngemäss Genussmittel, genannt.

In jedem Land werden beträchtliche Energien darauf verwendet, die FBDG den nationalen Gesundheitsproblemen anzupassen und Nährstoffempfehlungen für die Verbraucher leicht verständlich und ansprechend zu gestalten. Allerdings gibt es noch wenige Forschungsarbeiten zum Einfluss von FBDG auf den tatsächlichen Verzehr.
 
Schlussfolgerungen
Fast alle europäischen Länder haben FBDG entwickelt. Sie gründen allesamt auf dem Prinzip, Hilfestellung für eine gesunde, ausgewogene Ernährung zu geben, die hilft, nicht ansteckende Krankheiten wie Herzerkrankungen und Krebs zu verhindern. Gängige Empfehlungen beinhalten, viel Obst, Gemüse und stärkehaltige Produkte zu essen, sowie Lebensmittel zu wählen, die arm an gesättigtem Fett, Salz und Zucker sind. Der Gebrauch von Lebensmittelgruppen, wie in Lebensmittelpyramiden und -kreisen, sorgt für die Berücksichtigung aller Grundnahrungsmittel und liefert positive Botschaften darüber, was wir essen sollten, und einschränkende Hinweise, um uns zu helfen, nicht zuviel von bestimmten Lebensmitteln zu konsumieren. Wenn sich die Details auch unterscheiden können - FBDG sind von verschiedenen Einrichtungen zu verschiedenen Zeiten und für verschiedene Kulturen entwickelt worden -, so gibt es doch viele Ähnlichkeiten zwischen allen europäischen FBDG.

Eurodiet, EFSA und FAO/WHO geben Hilfestellung bei der Entwicklung, Umsetzung und Auswertung von FBDG. Schlüsselelemente in der Entwicklungsphase vor der Formulierung von FBDG sind die Ermittlung von Nährstofflücken, wahrscheinlicher Aufnahme, typischen Lebensmitteln und geeigneter Auswahl. Für eine wirksame Umsetzung sollten FBDG praktisch und ihre Kommunikation kurz, verständlich und kulturell akzeptiert sein, um sicherzustellen, dass sie von einer breiten Öffentlichkeit aufgenommen werden. Letzteres kann gefördert werden durch wiederholte, zielgerichtete Kommunikationen auf verschiedenen Kanälen. Die Überwachung von Änderungen in der Lebensmittelzusammensetzung, den Verzehrsgewohnheiten, und dem Gesundheitsstatus der Bevölkerung helfen dabei, die Wirksamkeit der FBDG zu bewerten und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.

Weiterführende Literatur
  1. World Health Organisation European Region. Food based dietary guidelines in the WHO European Region. Copenhagen: WHO, Europe, 2003 - www.euro.who.int/Document/E79832.pdf
  2. Food and Agricultural Organization, World Heath Organisation. Preparation and use of Food-Based Dietary Guidelines. Report of a joint FAO/WHO consultation. Nicosia, Cyprus: WHO, 1996 -www.fao.org/docrep/X0243E/x0243e00.htm
  3. International Life Sciences Institute (ILSI) Europe. National Food Based Dietary Guidelines: Experiences, Implications and Future Directions. Summary Report of a Workshop held on 28-30 April 2004 in Budapest, Hungary.
  4. Gibney MJ, Sandstrom B. A framework for food-based dietary guidelines in the European Union. Public Health Nutrition 2001;4:293-305.  
  5. European Food Safety Authority. Development of Food-based Dietary Guidelines. EFSA Scientific Colloquium No 5 Summary Report. Parma, Italy: EFSA, 2007
  6. European Food Safety Authority. Scientific Opinion of the Panel on Dietetic Products, Nutrition and Allergies on a request from the EC on Food-Based Dietary Guidelines. Question No EFSQ-Q-2005-015c. Agreed on 2 July 2008 for release for public consultation.www.efsa.europa.eu/cs/BlobServer/DocumentSet/nda_op_fbdg_draft_en_released
    _for_consultation.pdf?ssbinary=true
  7. The EURRECA Network of Excellence is funded by the European Commission Contract n° FP6 036196-2 FOOD - http://www.eurreca.org/
  8. World Health Organisation European Region. CINDI dietary guide. Copenhagen: WHO, Europe, 2000. - http://www.euro.who.int/Document/E70041.pdf
  9. United States Department of Agriculture.http://www.mypyramid.gov/
 
Links zu FBDG
 
Land URL oder Quellenangabe
Österreich http://www.gesundesleben.at/essen-und-trinken/gesund-essen/ernaehrungspyramide/die-ernaehrungspyramide-baut-auf
Albanien Recommendations for a healthy nutrition in Albania, December 2008.
Authors: Gazmend Bejtja, Marita Selfo, Nedime Ceka (Ministry of Health), Rudina Cakraj
(Ministry of Agriculture, food and consumer protection), Shpresa Rama (Ministry of Education and Science),
Jeta Lakrori, Jolanda Hyska, Engjell Mihali, Lindita Molla (Institute of Public Health), Besa Shehu
(Regional Directory of Public Health Tirane); Natasha Xhindoli, Suzana Gjipali
(Center for Development and Education of children Tirane).
Belgien http://www.mijnvoedingsplan.be/
 
Bosnien & Herzegovina Title: Vodic o ishrana za odraslu populaciju – Bosnian, Vodiq o prehani za odraslu populaciju
– Croatian.
Publisher: Institute of Public Health of Federation of Bosnia and Herzegovina, 2004
Authors: A. Filipovic Hadziomeragic, A. Vilic Svraka, F. Jusupovic.
Editors: Z. Vucina, A. Filipovic/Hadziomeragic
Bulgarien Food Based Dietary Guidelines for Adults in Bulgaria 2006 MH, NCPHP
Authors: S. Petrova, K. Angelova, D. Bajkova et al.
Kroatien Dietary Guidance for Adults, 2002. mr.sc. Katica Antonic Degac…et al.
Zagreb, Croatian National Institute of Public Health, Academy of Medical Sciences of Croatia
Tschechische Republik Výživová doporučení pro obyvatelstvo ČR, 2005, MH ČR, CZ lang. (Nutrition Recommendations for the Population)
Dänemark www.altomkost.dk/forside.htm
Estland

Vaask, S., Liebert, T., Maser, M., Pappel, K., Pitsi, T., Saava, M., Sooba, E., Vihalemm, T., Villa, I.
Estonian Nutrition and Food Recommendations.
– Estonian Society of Nutritional Science, National Institute for Health Development, 2006. 117 pp.
(In Estonian)

Finnland www.mmm.fi/ravitsemusneuvottelukunta/
Frankreich http://www.inpes.sante.fr/
www.mangerbouger.fr/
Deutschland www.dge.de/modules.php?name=Content&pa=showpage&pid=40
Griechenland www.nut.uoa.gr/english/index.asp?page=302
Ungarn ftp://ftp.fao.org/es/esn/nutrition/dietary_guidelines/hun.pdf
Irland http://www.healthinfo.ie/
Italien www.inran.it/servizi_cittadino/stare_bene/guida_corretta_alimentazione/Linee%20Guida.pdf
Lettland www.vm.gov.lv/index.php?id=198&top=117
Litauen Recommendations on a healthy diet. 2005, Kaunas University of Medicine, National Nutrition Centre
under Ministry of Health, Faculty of Medicine of Vilnius University. Endorsed by Ministry of Health.
Published in Lithuanian.
Niederlande http://www.voedingscentrum.nl/nl/eten-gezondheid/gezond-eten/vakken-schijf-van-vijf.aspx
http://www.voedingscentrum.nl/nl/eten-gezondheid/gezond-eten/hoeveelheden-per-dag.aspx
Polen 1. Olej rzepakowy- nowy surowiec, nowa prawda (Rapeseed oil- new raw material, new truth).
A monograph edited by Krzymanski J. et al, published in Polish in Warsaw in 2009 and including
a chapter contributed by Szostak W.B., National Food and Nutrition Institute, presenting, inter alia,
10 FBDG and a pyramid.
2. Szostak W.B., Cichocka A.: Dieta srodziemnomorska w profilaktyce kardiologicznej.
Poradnik dla lekarzy (Mediterranean diet in cardiovascular prevention. A guidebook for physicians.
3. Szostak W.B., Cichocka A.: Dieta srodziemnomorska w profilaktyce kardiologicznej.
Propozycje dla pacjentów (Mediterranean diet in cardiovascular prevention. Guidelines for the patients).
Positions 2 and 3 are currently in print and will be available probably in May 2009 (in Polish)
Rumänien -
Serbien No FBDG
Slowakei Update of Slovak Inhabitants Nutrition Improvement Programme (approved by the Slovak
Government on 17th December 2008); Slovak language, http://www.uvzsr.sk/ ,
Bulletin of the Chief Medical Officer.
Slowenien • Resolution of the National Programme of Food and Nutrition Policy 2005-2010
(Official Gazette RS, No. 39/2005)
• Prehrana za mladostnike-zakaj pa ne? 2005, Mojca Gabrijelčič Blenkuš, Slovenia,
Institute of Public Health of the RS
• Manj maščob-več sadja in zelenjave: Zdravo prehranjevanje s pomočjo prehranske piramide, 2001,
Jožica Maučec Zakotnik, Verena Koch, Maruša Pavčič, Barbara Hrovatin; CINDI Slovenija
• National Enhancing Physical Activity Programme from 2007 to 2012,
adopted by the Government of the Republic of Slovenia on 7 March 2007
Spanien Aranceta et al, 2001, Public Health Nutrition, 4(6A), 1403-1408
Schweden www.slv.se/upload/dokument/rapporter/mat_naring/Report_20_2005_SNO_eng.pdf
http://www.slv.se/
Schweiz http://www.sge-ssn.ch/ 
Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien No FBDG
Türkei www.saglik.gov.tr/extras/birimler/temel/beslenme_rehberi.pdf
Vereinigtes Königreich http://www.eatwell.gov.uk/
WHO, CINDI www.euro.who.int/Document/E79832.pdf
USA www.mypyramid.gov/

 

 

 

Anhang 1

Albanische Pyramide

 

Bulgarische Pyramide

 

Kroatische Pyramide

 

 Tschechische Pyramide

 

Estnische Pyramide

 

Polnische Pyramide

 


 Rumänische Pyramide

 

Slowenische Pyramide

ÜBER EUFIC
EUFIC, das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel, ist eine gemeinnützige Organisation, die den Medien, Gesundheits- und Ernährungsfachleuten, Erziehern und meinungsbildenden Einrichtungen wissenschaftlich fundierte Informationen über Nahrungsmittelsicherheit und -qualität sowie Gesundheit und Ernährung auf eine für Konsumenten verständliche Weise liefert.

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Letzte Aktualisierung der Website: 20/09/2016
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