Zum Besuch der EUFIC-Homepage hier klicken
Lebensmittelsicherheit & Qualität
Lebensmitteltechnologie
Food Risk Communication
Ernährung
Gesundheit & Lebensstil
Ernährungsbedingte Krankheiten
Consumer Insights
(Nur in Englisch)
Food for thought
(Nur in Englisch)
EU-Initiativen
(Teilübersetzt)
Im Rampenlicht
Energy Balance

Diese Web Seite ist von der Health On the Net Stiftung akkreditiert: Klicken Sie, um dies zu überprüfen Wir befolgen den HONcode Standard für vertrauensvolle Gesundheitsinformationen.
Kontrollieren Sie dies hier.



FOOD TODAY 11/2003

Gesunde Pflanzen sind gesunde Lebensmittel

Food TodayWenn sie in ein Stück frisches Obst beißen oder ein Gemüse kauen, fragen sich manche Verbraucher vielleicht, welche Extra-Zutaten sie damit zu sich nehmen. Der letzte Bericht der Europäischen Kommission über Pestizide und Lebensmittel sollte die Bedenken all jener zerstreuen, die Wert auf gesunde und frische Produkte legen. Zur gleichen Zeit überprüfen die EU-Politiker die bereits strenge Reglementierung des Pestizideinsatzes in der Lebensmittelproduktion, um sicher zu stellen, dass diese strengstens eingehalten werden.

Die Konsumenten brauchen sich nicht vor dem Pestizideinsatz bei Lebensmitteln, die sie essen, zu fürchten. Entsprechend dem Bericht über Überwachungsprogramme, die in den EU-Staaten im Jahr 2001 durchgeführt wurden, enthalten die meisten der Produkte, die wir essen (Früchte, Gemüse, Getreide, Lebensmittel tierischen und pflanzlichen Ursprungs) und die mit Pestiziden behandelt wurden, keine Pestizidrückstände von gesundheitsschädlicher Menge. Tatsache ist, dass 96% aller von nationalen Behörden sowie vom Europäischen Lebensmittel- und Veterinäramt (FVO) getesteten Proben entweder keine nachweisbaren Rückstände enthalten oder die enthaltenen Mengen so gering sind, dass sie kein Risiko darstellen.

Die EU-Gesetzgebung über Pestizide bzw. Pflanzenschutzmittel reglementieren streng, welche und wie diese Substanzen verwendet werden dürfen. 1991 entschied die EU, dass alle Produkte, die innerhalb der EU-Mitgliedstaaten benutzt werden, überprüft werden müssen und entweder für den EU-weiten Einsatz genehmigt werden oder dass das Produkt vom Markt genommen werden muss - abhängig vom Ergebnis der Überprüfung.

Außerdem regeln EU-Richtlinien die Grenzwerte, wie viel Pflanzenschutzmittel in Früchten und in Gemüse sowie in Getreide und in Lebensmittel tierischer und pflanzlicher Herkunft zurückbleiben darf. Diese Richtlinien setzen so genannte „Höchstmengen für Pestizidrückstände“ fest, die aus der Auswertung von Daten der guten landwirtschaftlichen Praxis (der tatsächliche oder angenommene genehmigte Gebrauch) und Daten der vorgeschriebenen Rückstandsproben entwickelt werden. Diese sind sogar sehr viel strenger als die von Wissenschaftlern festgelegten toxikologischen Grenzwerte. Um sicher zu sein, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden, führt die EU regelmäßig Beobachtungsprogramme und Berichterstattungen durch, die denen im ersten Abschnitt beschriebenen entsprechen.

Nun kündigt die EU-Kommission an, dass sie manche dieser Gesetze über den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln in der EU überprüfen und aktualisieren wird. Seit 1991 ist offensichtlich, dass das Stichjahr 2003 zur Überprüfung aller Substanzen, die für den Pflanzenschutz eingesetzt werden, nicht eingehalten werden kann. In der Folge möchte die EU-Kommission den Termin auf 2008 hinaus zu schieben und ein „Schnell-Verfahren“ für Substanzen, bei denen die Zulassung oder die Ablehnung bereits klar ist, einzuführen. Seit die neue und unabhängige die Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit eingerichtet wurde und arbeitet, ist sie damit beschäftigt, Zulassungsanträge zu überprüfen und Empfehlungen abzugeben. Die Kommission entscheidet auch über die Zulassung neuer Substanzen, die nach der Festsetzung der 1991 getroffenen Regelung eingeführt wurden.

Bis heute konnten die nationalen Behörden Grenzwerte für ihre eigenen Länder festlegen, sofern es keine EU-Richtwerte gab. Doch diese nationalen Unterschiede führten zu kleineren Handelsstreitigkeiten, weil die in einem EU-Land produzierten Produkte nicht in Länder mit strengerer Regelung exportiert werden konnten. Dies ist ein Widerspruch zur Idee eines gemeinsamen EU-Marktes, in dem Güter und Dienstleistungen frei von einem Land zum anderen bewegt werden dürfen.

Die EU-Kommission hat deshalb vorgeschlagen, dass die Grenzwerte von Produkten, die nicht das Prüfungsverfahren der EU durchlaufen haben, 0,01 Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel nicht überschreiten dürfen. Sobald die wissenschaftlichen Bemessungsgrenzen für Produkte vollständig sind, wird die EU alle gesetzlichen Grenzwerte in einem einzigen Gesetzestext zusammenfügen.

Solange die Produkte zum Schutz der Pflanzen vor Krankheiten und hungrigen Käfern sorgfältig und entsprechend der gesetzlichen Vorschriften angewendet werden, können sich die Verbraucher weiterhin am vielfältigen Angebot an nahrhaften Lebensmitteln ohne unerwünschte Chemikalienbelastung erfreuen.

Podcasts zum Thema
Lebensmittelsicherheit , Lebensmittelfremdstoffe, Zusatzstoffe
ÜBER EUFIC
EUFIC, das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel, ist eine gemeinnützige Organisation, die den Medien, Gesundheits- und Ernährungsfachleuten, Erziehern und meinungsbildenden Einrichtungen wissenschaftlich fundierte Informationen über Nahrungsmittelsicherheit und -qualität sowie Gesundheit und Ernährung auf eine für Konsumenten verständliche Weise liefert.

Weiterlesen
Letzte Aktualisierung der Website: 30/07/2014
Alle Suchergebnisse anzeigen