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Vom Bauernhof zum Teller des
Verbrauchers - Der Bauernhof

Lebensmittelsicherheit und -qualität haben beim Verbraucher Priorität. In der vorliegenden Zusammenfassung aus "From Farm to Fork" (Vom Bauernhof zum Teller des Verbrauchers), dem EUFIC-Dossier zum Thema Lebensmittelsicherheit untersuchen wir moderne Methoden, dank derer die Verbraucher mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln versorgt werden können.

Zur Sicherung der Herstellung qualitativ hochwertiger Lebensmittel müssen Landwirte das Potential der angebauten Pflanzen bzw. gezüchteten Tiere so gut wie möglich nutzen. Dazu müssen sie den Pflanzen, die für sie notwendigen Nährstoffe und den Tiere das für sie am besten geeignete Futter verabreichen. Nehmen wir z. B. Äpfel: Für den Landwirt kann sich durchaus die Notwendigkeit ergeben, daß er die natürlichen Nährstoffe des Bodens anreichert und die Frucht gegen Insekten und Krankheiten schützt. Dank dieser Pflege und Sorgfalt wird der Verbraucher mit Obst beliefert, dessen Qualität weder durch Insekten noch durch Pilzbefall beeinträchtigt ist und das den Erwartungen an Geschmack und Aussehen entspricht.

Lebensmittelsicherheit

Lebensmittelhersteller müssen zwei Aspekte der Lebensmittelsicherheit berücksichtigen. Erstens müssen sie alles tun, um zu gewährleisten, daß die Lebensmittel keinerlei gesundheitsschädigende Rückstände enthalten. Das können Stoffe sein, die auf natürliche Weise im Lebensmittel enthalten oder auf bestimmte Anbaumethoden oder die Anreicherung des Bodens mit Düngemitteln zurückzuführen sind. Zweitens werden landwirtschaftliche Erzeugnisse streng auf Unbedenklichkeit untersucht. Zu den schädlichen Mikroorganismen, die keinesfalls enthalten sein dürfen, gehören Bakterien wie Salmonellen, E. coli, Campylobacter und Listeria, aber auch Viren wie das Hepatitis A-Virus. Damit Landwirte sichere Lebensmittel erzeugen können, werden sie von zahlreichen Wissenschaftlern und Beratungsstellen unterstützt, die sie mit Informationen zur richtigen Anwendung von Düngemitteln, Pestiziden, Arzneimitteln für die Veterinärmedizin und anderen bei der Pflanzen- und Viehzucht verwendeten Produkten versorgen. Selbstverständlich unterliegen Pestizide und Arzneimittel für die Veterinärmedizin strengsten Kontrollen, bevor sie von den europäischen oder nationalen Behörden für die Anwendung in der Landwirtschaft zugelassen werden. Diese Tests stellen sicher, daß Nebenwirkungen beim Menschen ausgeschlossen sind. Doch die Überprüfung beschränkt sich nicht allein auf die Zulassung. Auch nach der Anwendung trägt eine ständige Kontrolle zur Gewährleistung kontinuierlicher Sicherheit bei. So kann z. B. Zuchtvieh ebenfalls Mikroorganismen übertragen, die beim Menschen Krankheiten verursachen, aber eventuell im lebenden oder sogar im geschlachteten Tier schwer nachweisbar sind. Dazu gehören Salmonellen, Listeria und bestimmte E. coli-Stämme. Um die Gesundheit der Tiere zu erhalten, beachten die Landwirte entsprechende Hygienevorschriften sowohl auf dem Bauernhof als auch während des Transports und beim Schlachten. Hygienischer und achtsamer Umgang mit Lebensmitteln

Die von den Verbrauchern und Lebensmittelherstellern zu ergreifenden Vorsichtsmaßnahmen zur Gewährleistung einer entsprechenden Zubereitung und Konservierung von Lebensmitteln sind sich durchaus ähnlich. Frisches Gemüse sollte z. B. immer gewaschen werden, um die Möglichkeit der Verunreinigung durch äußere Quellen zu reduzieren: Auch das Garen von Lebensmitteln ist ein gutes Mittel, um die Vermehrung von Salmonellen zu verhindern, die in Hühnern und Eiern vorhanden sein können.

Sowohl bei der industriellen als auch häuslichen Zubereitung von Speisen sind bestimmte Regeln einzuhalten. So sollte man sich z. B. regelmäßig die Hände waschen, um Kreuzkontaminationen zwischen Fleisch und Geflügel und anderen Arten von Lebensmitteln zu vermeiden. Eine neue, in den 80er Jahren entstandene Bedrohung ist der Rinderwahnsinn (BSE = bovine spongiforme Enzephalopathie). Es wurden Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Krankheit beim Vieh zu verhindern und um bestimmte tierische Gewebe vom menschlichen Verzehr auszuschließen. Seitdem eine mögliche Verbindung zwischen dem Rinderwahnsinn und einer Gehirnerkrankung beim Menschen, dem sogenannten Creutzfeld-Jakob-Syndrom, hergestellt werden konnte, wurden die Sicherheitsmaßnahmen noch weiter verstärkt. Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse scheinen darauf hinzuweisen, daß diese Maßnahmen zu wirken beginnen: die Krankheit konnte beim Tier unter Kontrolle gebracht und die Gefahr einer möglichen Übertragung auf den Menschen minimiert werden.

Die Zukunft

In Zukunft wird es für die Landwirtschaft immer schwerer werden, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren und den Verbraucher mit sicherer, gesunder Nahrung zu versorgen. Deswegen sind die Landwirte aufgerufen, in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, Regierungen und Herstellern Mittel und Wege zur Bodenanreicherung und zum Schutz von Pflanze und Tier vor Schädlingen zu finden. Produktionssteigerung und Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und -qualität sind die wichtigsten Aufgaben der Landwirtschaft im nächsten Jahrhundert.

"From Farm to Fork - Food Safety - A Shared Responsibility" (Vom Bauernhof zum Teller des Verbrauchers - Lebensmittelsicherheit - Eine geteilte Verantwortung) ist ein 32seitiges Informationsdossier.

Sie können ein Exemplar von "From Farm to Fork" im Abschnitt "Literatur" dieser Website oder per Fax an EUFIC unter der Nr. 33 1 40 20 44 41 bestellen.

FOOD TODAY 07/1998

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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