LEBENSMITTELSICHERHEIT & QUALITÄT
LEBENSMITTELTECHNOLOGIE
ERNÄHRUNG
GESUNDHEIT & LEBENSSTIL
ERNÄHRUNGSBEDINGTE KRANKHEITEN
CONSUMER INSIGHTS
(Nur in Englisch)
FOOD FOR THOUGHT
(Nur in Englisch)
EU INITIATIVEN
(Teilübersetzt)
IM RAMPENLICHT
Textgröße:

Essen als Stressbewältigung

33_1_bigDer Schlüssel zur Stressbewältigung liegt darin, die Ursachen zu erkennen und Wege zu finden, diese zu reduzieren oder mit ihnen zu leben. Eine regelmäßige gesunde Ernährung kann dem Körper helfen, wenigstens mit einigen der negativen Stress-Wirkungen umzugehen.

Gleichgültig ob die Ursache des Stresses physischer oder emotionaler Natur ist, reagiert der Körper mit einem Schub an Adrenalin, einem Hormon, welches wiederum eine Reihe anderer hormoneller und nervöser Reaktionen im Körper auslöst, und uns auf Kampf oder Flucht vorbereitet. Obwohl Stress heute großteils keine schnellen physischen Aktionen erfordert, reagiert unser Körper immer noch in dieser archaischen und altbewährten Art und Weise. In weniger als einer Sekunde nach dem Auslösen der Angst wird der Herzschlag erhöht, die Sehkraft verschärft, das Blut auf die Muskeln verteilt und in Erwartung einer Wundheilung verdickt.

Physischer Stress, auf den diese Reaktionen in erster Linie ausgerichtet sind, ist in der Regel von kurzer Dauer, danach sinken die Hormonwerte wieder auf den Normalzustand ab und das Nervensystem kehrt in einen weniger angespannten Status zurück. Unser heutiger Lebensstil kann allerdings mentalen Stress von längerer Dauer zur Folge haben, und dies wiederum kann den Körper veranlassen, sich über lange Zeit im Stress-Reaktions-Modus zu befinden.

Unter Druck

Die genauen Auswirkungen von Stress auf den Nährstoffbedarf des Körpers sind noch nicht bekannt, doch man weiß, dass der Stoffwechsel unter diesen Umständen großen Belastungen ausgesetzt ist. Eine mögliche Auswirkung sind Spätfolgen für das Immunsystem, durch welche die Widerstandskraft beeinträchtigt wird und wir einem größeren Infektions- und Krankheitsrisiko ausgesetzt sind.

Zur Herstellung von Adrenalin wird Vitamin C benötigt. Wenn der Adrenalinspiegel in Stressperioden über lange Zeit erhöht ist, wird auch mehr Vitamin C benötigt. Die meisten Tiere können die eigene Synthese dieses Vitamins ankurbeln, um den Mehrbedarf zu decken. Beispielsweise können Ziegen ihre Vitamin C Produktion um 500 Prozent steigern. Leider ist der Mensch bei diesem lebenswichtigen Vitamin auf seine Ernährung angewiesen. Wenn dies nicht durch den Verzehr von Vitamin C-reichen Lebensmitteln wie Orangen, Kiwi, Beeren, Paprika, Kartoffeln und Brokkoli erreicht wird, können einige Teile des Körpers, wie beispielsweise das Immunsystem, Mangel leiden. Die Forschung zeigt, dass ein Mangel an Vitamin C die Aktivität von Makrophagen verringert, jenen Immunzellen, die eindringende Bakterien und Viren im Wortsinne „aufessen". Eine verringerte Anzahl an Makrophagen bewirkt, dass wir anfälliger für Erkältungen und Grippe sind, was wiederum die Vitamin C-Ressourcen weiter strapazieren kann.

Wenn man über einen längeren Zeitraum Stress ausgesetzt ist, ist es auch ratsam das Immunsystem zu unterstützen, in dem man ausreichend Beta-Karotin (einer Vitamin A Vorstufe) -reiche Lebensmittel wie Karotten, tiefgrünen Gemüsesorten sowie gelben und orangenen Früchte zu sich nimmt.

Eine regelmäßige Aufnahme von Vitamin C und A sowie Folsäure und Zink sind essentiell für ein funktionierendes Immunsystem um Infektionen abwehren zu können. Folsäure findet sich in schwarzen Bohnen, Spinat und anderem grünblättrigen Gemüse. Zinkquellen sind unter anderem Krabben, Austern, Weizenkeime, Leber, Kürbiskerne und rotes Fleisch.

Kraft aus Proteinen

Unter dauerhaftem Stress kann auch der Proteinbedarf des Körpers zunehmen. Fisch, Geflügel, Truthahn, mageres rotes Fleisch, Eier, Milch oder Hülsenfrüchte zu essen ist daher besonders wichtig. Eine Ernährung mit ungenügendem Proteingehalt kann die Immunabwehr und die Widerstandskraft gegen Infektionen merklich herabsetzen. Ölhaltige Fischsorten wie Lachs, Forelle, Thunfisch und Sardinen sind eine besonders gute Wahl, da sie auch lebenswichtige Fettsäuren zur Blutverdünnung beisteuern. So kann den blutverdickenden Eigenschaften des Adrenalins entgegengewirkt werden.

Um durch Essen Stress zu bewältigen, muss man also eigentlich nur auf eine gesunde ausgewogene Ernährung und die Wahl der richtigen Lebensmittel achten. Regelmäßige sportliche Aktivität ist auch wichtig, da sie die Endorphinproduktion (ein natürlicher „Stimmungsaufheller") anregt und die Fitness erhöht. Menschen, die unter Dauerstress stehen, sollten ihren Lebensstil ändern oder professionellen Rat suchen.

FOOD TODAY 06/2002

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

Drucken DRUCKEN
Als PDF herunterladen ALS PDF HERUNTERLADEN
AN EINEN FREUND SENDEN AN EINEN FREUND SENDEN
Verwandte Dokumenten VERWANDTE DOKUMENTEN (19)
Verwandte Websites VERWANDTE WEBSITES (36)
FAQ FAQ (32)
Related News RELATED NEWS (41)
Glossar (Nur in Englisch) GLOSSAR (Nur in Englisch)
   
VERWANDTE DOKUMENTEN
VERWANDTE WEBSITES
(DE) Aid Infodienst(DE) Deutsche Gesellschaft für Ernährung(DE) Forum Ernährung Heute(EN) Asian Food Information Centre(EN) Bone and Joint Decade (2000-2010)(EN) Bone Research Society (BRS) (EN) British Heart Foundation(EN) British Nutrition Foundation(EN) EUFIC's Coolfoodplanet Website for Kids (also in French, German, Spanish and Italian)(EN) EUROPA.EU(EN) European Federation of Associations of Dietitians(EN) Food Communications Information Service, University College Cork(EN) Food Standards Agency (United Kingdom)(EN) Foundation for Osteoporosis Research and Education (FORE) (EN) International Food Information Council(EN) International Osteoporosis Foundation (IOF)(EN) Joint Health Claims Initiative(EN) Kids Health(EN) National Osteoporosis Society (NOS) (EN) WHO - World Health Organisation(ES) Consejo Latinoamericano de Información Alimentaria(ES) Información Consumidor(ES) Saludalia (Alimentación y Adolescencia)(ES) Sociedad Española de Dietética y Ciencias de la Alimentación(ES) Sociedad Española de Nutrición Comunitaria(FR) Association des Femmes Contre l’Ostéoporose (AFCOP)(FR) CERIN - Centre de Recherche et d'Information Nutritionnelles(FR) Groupe de Recherche et d'Information sur les Ostéoporoses (GRIO)(FR) Health & Food(FR) Insitut Français pour la Nutrition (also in English) (FR) Ministère de l'Emploi et de la Solidarité (Programme National Nutrition - Santé)(IT) Obesità (Portale italiano sull'obesità)(IT) Sicurezza alimentare(IT) Società Italiana di Nutrizione Umana(NL) Nutrition Information Center(NL) Voedingcentrum (National Nutrition Centre of the Netherlands)
FAQ
Enthalten Hülsenfrüchte viel Eisen? Enthalten Hülsenfrüchte Vitamine? Enthalten Vollmilch, teilentrahmte und entrahmte Milch gleichviel Kalzium? Gibt es empfohlene Tagesmengen für die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen? Haben Obst und Gemüse die gleichen Ernährungsqualitäten in rohem wie in gekochtem Zustand? Ist es „normal“ als Erwachsener Milch zu trinken? Ist es gesund Milchprodukte aus der Ernährung auszusparen? Kann Fisch Fleisch ersetzen? Kann man für die Deckung seines Kalziumbedarfs vollkommen auf Milch und Milcherzeugnisse verzichten? Kann man Verdauungsbeschwerden vermeiden, wenn man nichts zu den Mahlzeiten trinkt? Können sie mir, da ich spät abends Sport treibe und danach sehr hungrig bin, einige Fakten zum Thema Essen am Abend nennen? Machen Hülsenfrüchte dick? Muss man eine "Erkältung wirklich füttern und ein Fieber verhungern lassen?" Sind vegetarische Diäten gesünder als solche auf Fleischbasis? Sollten ältere Menschen Fleisch essen? Stimmt es, dass eine an tierischem Eiweiß reiche Ernährung ein Risikofaktor für die Entwicklung von Nierensteinen ist? Stimmt es, dass eine zu proteinreiche Ernährung (Milcherzeugnisse eingeschlossen) zu einem Verlust des Knochenkalziums führt? Warum ist Fleisch Ernährungspsychologich wertvoll? Warum wird empfohlen, Hülsenfrüchte und Getreideprodukte zu kombinieren? Was sind die wichtigsten Fakten, die Eltern über die Ernährung von Kindern wissen sollten und welche Arten von Nährstoffmangel können der Gesundheit eines Kindes schaden? Welche Lebensmittel sind bei einer Kuhmilchproteinallergie erlaubt? Welche nährwertspezifischen Vorteile haben Trockenfrüchte? Welche Obst- und Gemüsearten enthalten die meisten Mineralstoffe? Welche Obst- und Gemüsearten enthalten die meisten Vitamine? Welche Vorteile haben Milchproteine? Werden die Mineralstoffe aus natürlichem Mineralwasser gut absorbiert? Wie hoch ist der Nährwert von Eiern? Wie kann ich meine Tochter (14 Jahre), die meine selbst zubereiteten Speisen nicht essen will, dazu motivieren am Familienessen teilzunehmen? Wie lange es dauert von der Nahrungsaufnahme bis zum Stuhlgang? Wie lange kann man Lebensmittel lagern? Wie viel Milchprodukte muss man zu sich nehmen, um seinen Kalziumbedarf zu decken? Woraus besteht Gelatine?
RELATED NEWS
Almonds, heart health and weight Antioxidant impact of juice not due to vitamin C Apples' secret revealed Are you a little low? Failure to match energy intake with requirements is a possible cause of that ‘low blood sugar’ feeling. Beta-carotene supplements may help prevent sunburns Boiling vegetables may impair anti-cancer properties Brazil nuts may be effective in improving selenium status Calcium intakes close to recommendations reduce the risk of bone fracture Cereal fibre linked to low diabetes risk Cocoa may help reduce cholesterol levels Commission presents Eurobarometer on Health, Food and Nutrition Commission presents results of consultation on healthy diets and physical activity Concern about low intakes of vitamin D Conjugated linoleic acid and obesity Diet policies should promote wholegrains Dietary flavonoids may reduce ovarian cancer risk Eating fish may normalise heart function Folic acid could reduce stroke Folic acid may help prevent heart disease Following a Mediterranean diet may lower diabetes risk For women, food is food for thought Fried foods related to obesity risk Fruit carotenoids better choice for functional ingredients Fussy eaters? Helpful ways to encourage children to eat healthy diets. Green tea may halve risk of colon cancer Infants may benefit from maternal DHA supplementation Low blood levels of vitamin D associated with heart disease risk Low carb diets may be bad for gut health Low vitamin D may be linked to pregnancy complication Mediterranean diet may protect children against asthma More evidence for wholegrain benefits Obesity linked to genes Snacks and inactivity predict overweight in childhood Soy nuts may reduce blood pressure Taking calcium supplements during pregnancy may halve the risk of pre-eclampsia The "NutritionDay in Europe" initiative will, on January 25, collect benchmarking data from 31 countries about nutrition care provision in European hospitals Three meals may be better than one Underweight women at greater risk of miscarriage - but having a healthy diet and reducing stress when pregnant may lower risk. Vitamin D could help reduce cancer risk Wholegrains linked to heart health Wholegrains, not fibre, seem to lower colorectal cancer risk
CS-Cestina DE-Deutsch EL-Ελληνικά EN-English ES-Español FR-Français IT-Italiano PL-Polski SK-Slovenský
FOOD TODAY THE BASICS EUFIC REVIEW EUFIC FORUM MINI GUIDE 10 TIPS