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FOOD TODAY 09/1999

Im Tee verbergen sich heilende Kräfte

Food TodayIn der letzten Ausgabe von Food Today haben wir uns mit den positiven Effekten auf doe Gesundheit beschäftigt, die von einigen pflanzlichen Schutzsubstanzen und Nährstoffen aus Früchten, Gemüsen, Getreiden und Fruchtsäften ausgehen. Viele dieser Stoffe dienen Pflanzen zum Schutz gegen Streß und Umweltbelastungen. Neue Untersuchungsergebnisse deuten mehr und mehr darauf hin, daß auch unsere Gesundheit von diesen Pflanzenstoffen profitieren kann, wenn sie regelmäßig auf unserem Speiseplan stehen.

Tee ist wahrscheinlich eine der erstaunlichsten Quellen für diese gesundheitsrelevanten Substanzen. Von Wasser einmal abgesehen, ist Tee das am häufigsten konsumierte Getränk weltweit. Grüner Tee wird aus den jungen, frischen Blättern der Teepflanze gewonnen, die zunächst mit Wasserdampf erhitzt, dann gerollt und bei hohen Temperaturen getrocknet werden. Um Schwarzen Tee herzustellen, werden die Blätter der Teepflanze vor dem Trocknen in einem aufwendigen Prozeß fermentiert.

Man kann sich kaum vorstellen, was in der vertrauten Tasse Tee so alles steckt. Mit jedem Schluck nehmen wir Stoffe auf, die unsere Körperabwehr stärken und uns damit besser vor chronischen Krankheiten wie Herzleiden und Krebserkrankungen schützen können.

Die pflanzlichen Inhaltstoffe im Tee, mit der sich die Forschung zur Zeit am intensivsten beschäftigt, sind die sogenannten Flavonoide. Es gibt tausende davon im Pflanzenreich, und viele haben eine antioxidative Wirkung. Das bedeutet, sie können "freie Radikale" unschädlich machen, die im Körper die Entstehung und Entwicklung von Krankheiten wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs, den "Grauen Star", Entzündungen, Arthritis und selbst Alzheimer begünstigen können. So hat eine niederländische Untersuchung1 gezeigt, daß Menschen, die mehr Flavonoide aufnehmen im Verhältnis seltener Herzkreislaufprobleme haben, als Menschen, die weniger Flavonoide konsumieren.

Schon eine einzige Tasse Tee enthält ca. 200 mg Flavonoide. Zwar sind viele der Flavonoide schon in der ersten Minute nach dem Aufguß im Tee zu finden, aber generell gilt: zu kurzes Ziehenlassen verringert den Flavonoidgehalt. Bei nur drei Tassen Tee täglich steigt innerhalb von zwei Wochen der Flavonoidspiegel im Körper um 25% an. Übrigens: Auch wer seinen Tee gern mit Milch trinkt, profitiert uneingeschränkt von der antioxidativen Wirkung2.

Schon die alten chinesischen Kräutersammler wußten um die heilende Wirkung von Tee. Sie sprachen ihm z. B. eine positive Wirkung auf die Verdauung und den Wasserhaushalt des Körpers zu. Heute erhält das traditionelle Wissen der alten Chinesen eine Bestätigung durch die moderne Wissenschaft.

Was enthält eine Tasse Tee?

Catechine Epigallocatechin (EGCG) stellt anteilmäßig mehr als die Hälfte aller in Tee enthaltenen Catechine dar. Seine antioxidative Wirkung ist 20mal stärker als die von Vitamin C
Theorubigine Ein sogenanntes komplexes Flavonoid, das bei der Fermentierung der Teeblätter zu Schwarzem Tee entsteht
Theoflavin Entsteht ebenfalls während des Fermentationsprozesses
Koffein Eine schwach stimulierende Substanz. Eine Tasse Tee enthält ca. 40mg Koffein. Im Vergleich dazu enthält eine Tasse Instantkaffee ca. 64mg, eine Tasse frisch gebrühten Kaffees bis zu 150mg Koffein
Tannin Gehört auch zu den Flavonoiden und ist für den Geschmack des Tees verantwortlich. In höheren Konzentrationen führt es zu einem bitteren und strengen Geschmack Aroma. Zusätzlich entfaltet auch Tannin eine antioxidative Wirkung im Körper.

Literatur

  1. Hertog, M.G.L, Kromhout, D., Aravanis, C. et al. (1995) Flavonoid intake and long-term risk of coronary heart disease and cancer in Seven Countries Study. Arch Intern Med 155: 381 - 386
  2. Van het Hof, H.H., Kivits, G.A.A., Westrate, J.A. and Tijburg, L.B.M. (1988) Bioavailability of catechins from tea: the effect of milk. Eur J Clin Nutr 52:356 - 359
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Letzte Aktualisierung der Website: 24/07/2014
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