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Abweichungen angehen bei Empfehlungen zur Mikronährstoffzufuhr in Europa

Das Kompetenznetzwerk EURRECA (EURopean micronutrient RECommendations Aligned, oder „Europäischer Ausschuss für Empfehlungen bezüglich Mikronährstoffe“) wurde gegründet, um auf einen Beratungsrahmen für Mikronährstoffe hin zu arbeiten, damit politische Entscheidungsträger aufgrund verbesserter Informationen Empfehlungen auf nationaler Ebene formulieren können. Das Ziel ist es, eine europaweite wissenschaftliche Übereinstimmung bezüglich der Nachweise zu schaffen, anhand derer Empfehlungen zu Mikronährstoffen erstellt werden können, wobei ermöglicht wird, dass solche Nachweise schnell, in geeigneter Weise und angemessen in Empfehlungen umgesetzt werden, die in nationalen Regelwerken veröffentlicht werden.

Das Netzwerk, das von der Europäischen Kommission finanziert wird, besteht aus 34 Partnerorganisationen in 17 Ländern und bezieht in großem Maße Akademiker, Lebensmittelindustrie, Verbraucherorganisationen, nationale Gesellschaften für Ernährung sowie Gesundheitsexperten mit ein.

EURRECA!

Die einzelnen europäischen Staaten überprüfen ihre nationalen Richtlinien bezüglich der Empfehlungen zu Mikronährstoffen in unterschiedlichen Zeiträumen, was zur Folge hat, dass sie nicht immer mit denselben oder den neuesten wissenschaftlichen Informationen arbeiten. Staaten verwenden unterschiedliche Methoden setzen unterschiedliche Expertengruppen zur Bestimmung ihrer eigenen Erfordernisse ein, und sie verwenden unterschiedliche Konzepte zur Darstellung ihrer Empfehlungen.

Beispielsweise gruppieren einige Staaten alle Erwachsenen zusammen und geben eine Empfehlung für alle heraus; andere hingegen geben separate Empfehlungen für Männer und für Frauen heraus. Es gibt ebenfalls unterschiedliche Altersgruppierungen für Säuglinge sowie für ältere Kinder. Als Folge gibt es starke Unterschiede zwischen den Empfehlungen einzelner Staaten sowie Unübersichtlichkeit für politische Entscheidungsträger, Gesundheitsexperten und Verbraucher. Ein gutes Beispiel für die große Variationsbreite der Empfehlungen in offiziellen Richtlinien ist die Folsäure, da das Wissen über diesen Mikronährstoff während der letzten Jahre rapide zugenommen hat.

Prioritäten und Populationen

Im Rahmen der anfänglichen Arbeit prioritäre Mikronährstoffe wie Folsäure, Vitamin D und Eisen identifiziert. Das Hauptaugenmerk wird EURRECA auf die meistgefährdeten Gruppen der europäischen Bevölkerung richten, wie die ältere Generation, schwangere und stillende Frauen, Kinder, Menschen mit niedrigem Einkommen sowie Migranten.
EURRECA wird nicht nur die ernährungswissenschaftliche Beratung in Betracht ziehen sondern auch politische Auswirkungen unter Betrachtung der nationalen, sozialen, kulturellen und ethischen Unterschiede.

Anleitung zur „besten Vorgehensweise“
 
Da EURRECA’s Arbeit voranschreitet, wird aus der Anleitung nach der „besten Vorgehensweise“ eine umfangreiche „Anleitung“ erstellt, mit deren Hilfe man eine robuste wissenschaftliche Grundlage schafft, die der Einschätzung der Erfordernisse an Mikronährstoffen sowie der Einplanung der Empfehlungen bezüglich der Nahrungsmittel dient.
Die Bestandteile dieser Anleitung sollten Folgendes enthalten:
  • vereinbarte Methoden des Bezugs und der Verwendung von
  • Diät-Informationen
  • Übereinstimmung hinsichtlich der Faktoren, die für die Unterschiede in der Nahrungsaufnahme zwischen den Individuen verantwortlich sind
  • Übereinstimmung darüber, wie über den Zustand der Individuen im Hinblick auf Mikronährstoffe entschieden werden soll und wie dieser gemessen werden soll
  • einen Praxis-Kodex zur Bestimmung, wie Verbraucher in die Ausarbeitung der Empfehlungen und Richtlinien am besten einbezogen werden können
  • einen Praxis-Kodex zur Bestimmung, wie solche Empfehlungen durch Unternehmen, politische Entscheidungsträger und Gesundheitsexperten zum Wohle der Verbraucher angewandt werden können
  • Schulungsmaterialien über die Entwicklung und möglichst effektive Zuleitung der Empfehlungen an eine breite Zielgruppe.
Eine solche Anleitung wird helfen, Zersplitterung zu überwinden und ein Netzwerk sowie einen Prozess zu gewährleisten, dank deren die praktische Beratung schnell und wirksam aktualisiert werden kann, sobald neue wissenschaftliche Informationen verfügbar sind.

Beabsichtigte Zusammenarbeit mit Verbrauchern

 
EURRECA wird mit der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) – der mit der Ausarbeitung europaweiter Empfehlungen bezüglich Mikronährstoffe betrauten Dienststelle –zusammenarbeiten.

Die europäischen Verbraucher haben das Recht, zu den bestmöglichen Ernährungsinformationen Zugang zu haben. Auf diese Weise können sie gut begründete Entscheidungen hinsichtlich ihrer Nahrungsmittel treffen, und zwar wo immer sie leben, in allen Lebensabschnitten sowie unter allen möglichen individuellen Lebensumständen. Die Aufgabe von EURRECA ist es, einen Prozess in Gang zu setzen, der es europäischen und nationalen Entscheidungsträgern sowie Gesundheitsexperten ermöglichen wird, so schnell wie möglich auf die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu reagieren und die Verbraucher mit den bestmöglichen Ratschlägen in Bezug auf Lebensmittel zu versorgen. Dank seiner umfangreichen Zusammenarbeit mit europäischen und nationalen Lebensmittelorganisationen, Forschungseinrichtungen und akademischen Institutionen, Expertenorganisationen, der Lebensmittelindustrie sowie Verbraucherverbänden wird EURRECA  für politische Entscheidungsträger und Verbraucher zu entscheidenden Veränderungen beitragen.

Weitergehende Informationen

Das Kompetenznetzwerk EURRECA – EURopean RECommendations Aligned (Europäischer Ausschuss für Empfehlungen bezüglich Mikronährstoffe) – wird von der Europäischen Kommission finanziert (2007 – 2011), Vertragsnummer FP6 036196-2 (FOOD), und wird durch ILSI Europe (International Life Sciences Institute - Internationales Institut für Biowissenschaften, Zweigstelle Europa) koordiniert.

FOOD TODAY 11/2007

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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Enthält Tee Antioxidantien? Enthalten Hülsenfrüchte viel Eisen? Enthalten Hülsenfrüchte Vitamine? Enthalten Vollmilch, teilentrahmte und entrahmte Milch gleichviel Kalzium? Gibt es empfohlene Tagesmengen für die Aufnahme von Nährstoffen und Vitaminen? Haben Obst und Gemüse die gleichen Ernährungsqualitäten in rohem wie in gekochtem Zustand? Ist es gesund Milchprodukte aus der Ernährung auszusparen? Ist es schlecht, zwischen den Mahlzeiten zu essen? Kann Bluthochdruck durch eine angemessene Ernährung gesenkt werden? Kann Fisch Fleisch ersetzen? Kann man für die Deckung seines Kalziumbedarfs vollkommen auf Milch und Milcherzeugnisse verzichten? Kann man grünen Tee mehr als ein Mal aufgießen? Kann man so viel Obst essen, wie man will? Sollten ältere Menschen Fleisch essen? Stimmt es, dass eine zu proteinreiche Ernährung (Milcherzeugnisse eingeschlossen) zu einem Verlust des Knochenkalziums führt? Was sind die wichtigsten Fakten, die Eltern über die Ernährung von Kindern wissen sollten und welche Arten von Nährstoffmangel können der Gesundheit eines Kindes schaden? Welche Lebensmittel sind bei einer kohlenhydratarmen Diät zu bevorzugen? Welche nährwertspezifischen Vorteile haben Trockenfrüchte? Welche Obst- und Gemüsearten enthalten die meisten Mineralstoffe? Welche Obst- und Gemüsearten enthalten die meisten Vitamine? Werden die Mineralstoffe aus natürlichem Mineralwasser gut absorbiert? Wie viel Milchprodukte muss man zu sich nehmen, um seinen Kalziumbedarf zu decken? Wird der Bedarf für die Aufnahme von Milcherzeugnissen bzw. Kalzium in der westlichen Welt nicht überschätzt? Chinesen nehmen zum Beispiel keine Milchprodukte zu sich und haben dennoch keine Osteoporose.
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