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Food, dietary habits and dental health (English only)

1. Wie definieren wir Zahngesundheit?

Zahngesundheit beschränkt sich nicht nur auf Zähne und Zahnfleisch, sondern schließt alle Aspekte eines gesunden, funktionierenden Mundraums ein. Funktionsfähige Zähne und Zahnfleisch erlauben uns zu essen, zu sprechen und zu lachen (und nett auszusehen). Der Mundraum sollte frei von Infektionen sein, denn diese können Karies, Zahnfleischentzündungen, Zahnausfall und schlechten Atem verursachen.

Karies ist die am weitesten verbreitete Zahnerkrankung. Die Hauptfaktoren zur Kariesvorsorge sind eine gute Mundhygiene, ausreichende Fluoridversorgung und ein moderater Verzehr von Karies verursachenden Lebensmitteln.

Zähne können auch im Laufe der Jahre ihre Härte verlieren - dies ist eine ganz normale Alterserscheinung. Dabei kommt es zu einem Abbau des Zahnschmelzes durch Säuren, nicht zu verwechseln mit dem Abbau durch Zahnbelag.

Abnutzung und Abreibung beeinflussen ebenfalls die Härte der Zähne. Abnutzung entsteht durch einen Zahn-auf-Zahn Kontakt wie zum Beispiel beim Zähneknirschen. Abreibung wird auch durch äußere mechanische Faktoren verursacht wie zum Beispiel falsches Zähne bürsten.

Zahnbetterkrankungen, bzw. Zahnfleischerkrankungen, werden durch Infektionen und Entzündungen des Zahnfleischs (Gingiva), des Zahnbindegewebes (Desmodont) und der Alveolarknochen verursacht. Sie können zu Zahnausfall führen.

2. Warum sind gesunde Zähne für die allgemeine Gesundheit und das Wohlbefinden wichtig?

Die Gesundheit unserer Zähne und des Mundes ist auf verschiedene Weise mit unserem Wohlbefinden und unserer allgemeinen Gesundheit verbunden. Die Fähigkeit, Lebensmittel zu kauen und zu schlucken, ist eine Grundvoraussetzung für die Aufnahme von Nährstoffen, die wir für unsere Gesundheit brauchen. Doch mangelnde Mundhygiene hat nicht nur Auswirkungen auf unsere Ernährung, sondern kann auch Aussprache und Selbstachtung nachteilig beeinflussen. Zahnerkrankungen bedeuten sowohl finanzielle als auch soziale Belastungen: zahnmedizinische Behandlungen kosten Geld; Kinder und Eltern fallen durch von Zahnschmerzen verursachte Fehlzeiten in Schule und Beruf auf.

3. Warum und wie entsteht Karies?

Dental caries, the most common disorder affecting the teeth, is an infectious transmissible disease where acids produced by bacteria dissolve the teeth.

Certain bacteria such as Streptococci mutans and Lactobacilli, can be transmitted for example from parents to children. These bacteria are cariogenic, which means decay-causing. They initiate a sticky film, known as dental plaque, on the surface of the tooth. Bacteria in dental plaque use fermentable carbohydrates to form acids. Fermentable carbohydrates are sugars and other carbohydrates from food and drink that can be fermented by bacteria. The acids formed dissolve minerals such as calcium and phosphate from the tooth. This is called demineralisation.

But tooth decay is not inevitable. Saliva clears food debris from the mouth, neutralises acids produced from plaque bacteria and provides calcium and phosphate to the teeth in a process called remineralisation. Saliva also acts as a reservoir for fluorides from toothpaste or from fluoridated water. Fluoride helps control dental caries by remineralising the teeth and inhibiting bacterial acid production, which reduces or slows the decay process.

Tooth decay only occurs when the process of demineralisation exceeds remineralisation over a period of time.

4. Welche Faktoren beeinflussen die Kariesbildung?

Folgende Faktoren sind wichtig für gesunde Zähne:

4.1. Individuelle Faktoren

Die Anfälligkeit für Karies variiert von Person zu Person und ist auch innerhalb eines Mundes von Zahn zu Zahn unterschiedlich. Die Form des Kiefers und der Mundhöhle, die Zahnstruktur und die Menge sowie Qualität des Speichels sind wichtige Determinanten dafür, warum einige Zähne anfälliger für Karies sind als andere. So können Zähne Rillen, kleine Sprünge oder Fissuren besitzen, die es Bakterien und Säuren erleichtern, den Zahn anzugreifen. In einigen Fällen erschwert die Gebiss-/Zahnstruktur das Säubern der Zähne oder den Gebrauch von Zahnseide.

Die Menge und Qualität des Speichels bestimmt, wie umfangreich die Zähne remineralisiert werden. So findet man zum Beispiel im unteren vorderen Bereich des Mundes weniger Karies, da die Zähne dort einer größeren Speichelmenge ausgesetzt sind.

Die Art und Anzahl der Karies verursachenden Bakterien im Mund ist auch relevant. Alle Bakterien können Kohlenhydrate in Säuren umwandeln, doch bestimmte Bakterienfamilien wie Streptococci und Lactobacilli sind stärkere Säurebildner. Das Vorhandensein dieser Bakterienart im Zahnbelag erhöht das Kariesrisiko. Manche Menschen haben aufgrund vernachlässigter oder ungenügender Mundhygiene eine höhere Anzahl von Karies verursachenden Bakterien als andere.

4.2. Mundhygiene und der Fluorideinsatz

In den letzten Jahren ging die Zahl der Kariesfälle in den meisten europäischen Ländern zurück. Die Ursache ist eine verbesserte Mundhygiene wie regelmäßiges Zähnebürsten, der Gebrauch von Zahnseide, das Benutzen von fluoridhaltiger Zahnpasta und regelmäßige Zahnarztbesuche.

Fluorid verhindert eine Demineralisierung, fördert statt dessen die Remineralisierung der Zähne und erhöht die Zahnschmelzhärte, indem es den Zahnschmelz weniger säurelöslich macht. Die richtige Fluoridmenge unterstützt die Kariesvorsorge und -kontrolle. Fluorid kann dem Körper durch fluorisiertes Trinkwasser, andere fluoridhaltige Getränke oder Lebensmittelzusätze systematisch zugeführt werden. Alternativ kann Fluorid lokal durch Zahnpasta, Mundspülungen, Gele und Lacke dem Zahn direkt zur Verfügung gestellt werden.

In einigen Ländern wird Salz, Milch oder anderen Lebensmitteln Fluorid beigefügt und es gibt Lebensmittelzusätze in flüssiger oder Tablettenform. Wenn der Bedarf an Fluoridzusätzen eingeschätzt wird, muss der Anteil an Fluorid im Mineralwasser und in Lebensmitteln mit in Betracht gezogen werden. Das ist vor allem bei Kindern unter 6 Jahren wichtig, deren Zähne sich noch im Wachstum befinden. Übermäßiger Fluorideinsatz kann zu Dentalfluorose führen, das heißt Flecken auf der Zahnschmelzoberfläche verursachen.

Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta gilt als der wichtigste Faktor dafür, dass in vielen Ländern ein Kariesrückgang zu beobachten ist. Zähnebürsten und der Gebrauch von Zahnseide helfen begleitend zur Fluoridanwendung bei der Entfernung von Bakterien im Mund und reduzieren somit das Risiko sowohl von Karies als auch von Zahnfleischerkrankungen.

Das regelmäßige Auftragen von Fluoridlacken durch Zahnärzte ist in vielen Ländern eine verbreitete Karies vorbeugende Maßnahme. Sie ist besonders für Kinder mit einem hohen Kariesrisiko geeignet.

Regelmäßige Kontrollen durch den Zahnarzt helfen, potenzielle Zahnprobleme aufzuspüren und zu überwachen. Das regelmäßige Kontrollieren und Entfernen von Zahnbelag kann das Auftreten von Karies verringern. Bei sehr geringem Zahnbelag ist die Menge an gebildeten Säuren unbedeutend und Karies kann nicht auftreten.

4.3. Ernährungsbedingte Faktoren

Auch wenn der Kariesrückgang in vielen Ländern zu einem großen Teil mit dem Fluorideinsatz und der verbesserten Mundhygiene zusammenhängt, können Ernährungsgewohnheiten das Kariesrisiko ebenfalls beeinflussen.

Abbaubare Kohlenhydrate - Über viele Jahre hinweg galt zur Kariesvermeidung die vereinfachte Formel: „Iss nicht zuviel Zucker oder zuckerhaltige Lebensmittel“. In den letzten Jahren blieb der Zuckerverbrauch in vielen Ländern auf einem konstanten Niveau, während die Kariesfälle gesunken sind. Dieses zeigt, dass bei einer entsprechenden Mundhygiene (zum Beispiel regelmäßiges Zähnebürsten mit fluoridhaltiger Zahnpasta) die Rolle des Zuckers bei der Kariesentstehung kleiner ist.

Der Rat, zur Kariesvermeidung Zucker durch stärkehaltige Lebensmittel zu ersetzen, ist von fragwürdigem Wert. Es ist mittlerweile bekannt, dass alle Lebensmittel mit abbaubaren Kohlenhydrate zur Entstehung von Karies beitragen können. Genau wie Süßigkeiten und Pralinen können auch Nudeln, Reis, Kartoffelchips, Früchte und sogar Brot zur Demineralisierung der Zähne beitragen. Eine Studie über das Säure bildende Potenzial von verschiedenen stärkehaltigen Lebensmitteln (u.a. Nudeln, Reis und Brot) fand heraus, dass diese Lebensmittel dieselbe Menge an Säuren bildeten wie eine 10-prozentige Zuckerlösung. Eine andere Studie zeigte, dass die Säurebildung im Zahnbelag nach dem Verzehr von Weißbrot oder Kartoffelchips größer war und länger andauerte als nach dem Verzehr von Zucker.

Lebensmitteleigenschaften - Die physikalische Beschaffenheit der Lebensmittel, insbesondere wie viel davon an den Zähnen haften bleibt, beeinflusst das Kariesrisiko ebenso. Lebensmittel, die an den Zähnen haften bleiben, erhöhen das Kariesrisiko verglichen mit Lebensmitteln, die nicht lange im Mund verweilen. Zum Beispiel kleben Chips und Kekse länger an den Zähnen als Karamell oder Bonbons. Ein Grund könnte sein, dass Karamell und Bonbons lösliche Zucker enthalten, die schneller durch den Speichel weggespült werden. Je länger sich kohlenhydratreiche Lebensmittel im Mundraum befinden, desto mehr Zeit haben Bakterien zur Bildung von Säuren und desto größer ist die Gefahr der Demineralisierung.

Häufigkeit der Mahlzeiten - Es gibt viele Diskussionen darüber, inwiefern die Häufigkeit des Verzehrs von kohlenhydratreichen Lebensmitteln eine Rolle spielt und wie sie mit der Kariesbildung zusammenhängt. Wie schon beim Verhältnis von Ernährung zur Kariesbildung, scheint dieser Faktor durch die Verbreitung guter Mundhygiene und den Gebrauch von Fluorid an Bedeutung zu verlieren.

Jedes Mal, wenn wir kohlenhydratreiche Nahrung naschen oder an einem Getränk nippen, beginnen alle Karies verursachenden Bakterien am Zahn mit der Produktion von Säuren. Die Demineralisierung beginnt erneut und dauert bis etwa 20 bis 30 Minuten nach dem Essen oder Trinken. Wenn Nahrungsreste zwischen den Zähnen hängen bleiben oder im Mund verbleiben, dauert es noch länger. Zwischen den Mahlzeiten arbeitet der Speichel. Er neutralisiert die Säuren und hilft beim Prozess der Remineralisierung. Wenn zu häufig gegessen oder getrunken wird, hat der Zahnschmelz keine Chance sich komplett zu remineralisieren und Karies kann auftreten. Darum sollte ein ständiges Naschen und Nippen weitgehend vermieden werden. Am Besten ist es, das Essen und Trinken von kohlenhydratreichen Lebensmitteln und Getränken auf nicht mehr als 6 Mahlzeiten am Tag zu begrenzen und sicherzustellen, dass die Zähne zweimal am Tag mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden.

Flaschenkaries entsteht, wenn Kinderzähne durch häufiges, zu langes Trinken von zuckerhaltigen Getränken aus Babyfläschchen beschädigt werden. Die Probleme treten vor allem auf, wenn Kinder mit einer Nuckelflasche voll Saft zu Bett gebracht werden. Da die Speichelproduktion während des Schlafs zurückgefahren wird, kann die süße Flüssigkeit die Zähne lange umspülen. Dies schafft eine perfekte Umgebung für die Entstehung von Karies.

Schützende Lebensmittel - Einige Lebensmittel können unterstützend gegen Kariesbildung wirken. So erhöht z.B. Hartkäse die Speichelbildung. Käse enthält außerdem Kalzium, Phosphat und Kasein, ein Milchprotein, das vor einer Demineralisierung des Zahnes schützt. Werden Mahlzeiten mit einem Stück Käse beendet, hilft dies der Säurebildung aus den kohlenhydratreichen Lebensmitteln der jeweiligen Mahlzeit entgegenzuwirken. Auch Milch enthält Kalzium, Phosphat und Kasein. Der Milchzucker Laktose verursacht weniger Karies als andere Zucker. Trotzdem fand man Karies auch bei Kindern, die auf Verlangen regelmäßig von der Mutter gestillt wurden.

Zahnfreundliche Produkte

Zahnfreundliche Produkte enthalten Süßstoffe, die nicht von Bakterien im Mund abgebaut werden können. Süßungsmittel wie Saccharin, Cyclamat, Acesulfam-K und Aspartam sowie Zuckerersatz wie Isomalt, Sorbitol und Xylitol fallen in diese Kategorie.

Zuckerfreie Kaugummis nutzen diese Süßstoffe. Sowohl der süße Geschmack als auch das Kauen stimulieren den Speichelfluss, der zur Kariesvorbeugung beiträgt. Solche Kaugummis können auch Mineralien wie Kalzium, Phosphat und Fluorid enthalten, um den Aufbauprozess zu fördern. Aus Studien geht hervor, dass das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi nach einer Mahlzeit den Abbau von Nahrungsmittelrückständen beschleunigt und bei Kindern die Kariesbildung reduziert.

Zahnfreundliche Produkte müssen ein bestimmtes Testverfahren durchlaufen, um ein Zertifikat zu bekommen, das sie als Zahnfreundliches Produkt auszeichnet.

5. Was ist Zahnerosion?

Auch ohne die Beteiligung von Zahnbelagbakterien kann es an der Zahnoberfläche zu Zahnerosion, einem Verlust an harte Zahngewebe, kommen. Von Bedeutung sind hier chemische Prozesse, in der Regel Säuren. Es gibt viele säurehaltige Lebensmittel und Getränke in unserer Ernährung. Bei einem Menschen mit empfindlichen Zähnen ist es unter bestimmten Umständen möglich, dass z.B. ein vermehrter Konsum von säurehaltigen Lebensmitteln und/oder Getränken Zahnzerfall verursachen kann. Dabei überschreitet der erhöhte Verzehr die natürliche Pufferkapazität des Mundes, welche von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Deswegen sollte man über den Tag hinweg nicht allzu häufig säurehaltige Lebensmitteln und Getränken zu sich nehmen, ihren Verzehr vorzugsweise auf die Hauptmahlzeiten beschränken und die Zähne mindestens zweimal am Tag mit fluoridhaltiger Zahnpasta putzen. Es ist ratsam, die Zähne nicht sofort nach dem Verzehr von säurehaltigem Essen oder Getränken zu putzen. Denn dadurch wird der durch die Säure chemisch angelöste Schmelz noch zusätzlich mechanisch entfernt. Das Kauen von zuckerfreiem Kaugummi hingegen regt die Speichelbildung an und trägt zur Neutralisierung des Säureeffekts bei.

6. Trends der Zahngesundheit in Europa

In den meisten europäischen Ländern hat der Kariesbefall bei Kindern und Jugendlichen seit einigen Jahren abgenommen. Das ist größtenteils dem Einsatz von Fluorid, primär in Form von fluoridhaltigen Zahnpasten, und einer verbesserten Mundhygiene zu verdanken. Über denselben Zeitraum hinweg veränderte sich die Ernährung kaum - die Aufnahme von Zucker und anderen Kohlenhydraten eingeschlossen. Wie in den meisten europäischen Ländern kann Karies größtenteils durch Fluorideinsatz und regelmäßige Zahnarztbesuche kontrolliert werden. Hier stellt der Verzehr von moderaten Zuckermengen kein größeres Risiko dar. Ausgenommen sind Menschen mit sehr anfälligen Zähnen oder Personen die keine fluoridhaltige Zahnpasta benutzen.

Mehr als die Hälfte aller 5- bis 7-jährigen Kinder in Europa weisen keinen Kariesbefall an ihren ersten (Milch-) Zähnen auf. Im Allgemeinen ist bei den Kindern mit Kariesbefall nur ein Zahn betroffen. Der so genannte DMFT-Index (Abkürzung von Decayed Missing Filled Teeth) misst den Kariesbefall mittels der Anzahl zerfallener, fehlender und gefüllter Zähne. Bei 12-jährigen Kindern in Europa ging der Kariesbefall während der 80er Jahre und auch in den 90er Jahren zurück und erreichte somit die WHO-Ziele für die weltweite Mundhygiene im Jahr 2000. In dieser Altersgruppe misst die Skala des DMFT-Indexes heute Werte von 1 in Finnland und den Niederlanden bis 3 in Portugal. Nur in einigen osteuropäischen Ländern ist der Index noch höher. In einigen Ländern tritt Karies in einigen Bevölkerungsgruppen gehäuft auf. 80% der Kariesfälle werden dabei in 20% der Bevölkerung gefunden. Für diese Risikogruppen werden vorbeugende Maßnahmen empfohlen.

In vielen Ländern ist der Rückgang von Karies auch bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu beobachten. Ältere Menschen behalten zudem ihre Zähne länger. Das Risiko von Wurzelkaries durch Zahnfleischrückgang kann ebenfalls durch die beschriebenen vorbeugenden Maßnahmen kontrolliert werden.

7. Was kann man für gesunde Zähne tun?

Gute Mundhygiene und der Gebrauch von Fluorid werden heutzutage zu den Hauptfaktoren gezählt, die für den Schutz vor Karies und den Erhalt gesunder Zähne verantwortlich sind. Auch die folgenden Ratschläge sind für kariesfreie Zähne wichtig.

  • Mit der Zahnpflege sollte schon früh begonnen werden. Putzen Sie die Zähne von Babys mit fluoridhaltiger Zahnpasta, sobald sie im Mund erscheinen. Gewöhnen Sie es Kindern nicht an, mit der Milch-, Saft- oder Limonadenflasche im Mund einzuschlafen. Die süße Flüssigkeit umspült die Zähne der Babys für eine längere Zeit und kann zu Flaschenkaries führen.
  • Putzen Sie Ihre Zähne zweimal täglich mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta. Und wenn möglich, säubern Sie einmal täglich die Zahnzwischenräume mit Zahnseide oder einem Zahnstocher. Abends nach dem Zähneputzen sollte nichts mehr gegessen werden, da der Speichelfluss während des Schlafes geringer ist.
  • Gehen Sie zweimal im Jahr zur zahnärztlichen Kontrolle. Bevor Sie ästhetische Produkte (z.B. Zahnbleichmittel) einsetzen, die einen gesundheitsschädigenden Effekt haben könnten, sollten Sie Ihren Zahnarzt fragen.
  • Kein ständiges Naschen oder Nippen. Lassen Sie zwischen den Mahlzeiten Zeit, damit der Speichel die Säuren neutralisieren und die Zähne dabei reparieren kann.
  • Menschen mit einem hohen Risiko an Zahnerkrankungen sollten besondere Vorsichtsmaßnahmen ergreifen, zum Beispiel:
    • die Häufigkeit und die Menge an säurehaltigem Essen und Trinken verringern;
    • nicht sofort nach der Aufnahme von säurehaltigen Nahrungsmitteln, Getränken, Zitrusfrüchten und Säften die Zähne putzen. So bleibt Zeit für die Remineralisierung.

      Fluoridhaltige Mundspülungen und zuckerfreie Kaugummis können nach dem Verzehr von säurehaltigen Nahrungsmitteln oder Getränken nützlich sein, um die Remineralisierung anzuregen.
  • Zuckerfreie Kaugummis sind zahnfreundlich, da sie den Speichelfluss anregen und den Mund von Nahrungsresten säubern.
     

Gesunde Zähne sind Sache eines jeden Einzelnen, der Gemeinschaft und der Regierungen, wenn auch in unterschiedlichem Maß. In einigen europäischen Ländern ist zum Beispiel die Fluoridbeimischung zum Trinkwasser von der Öffentlichkeit noch nicht akzeptiert, und die Verantwortung zur Kariesvermeidung liegt größtenteils bei jedem selbst.

Zahnärzte spielen eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Zahngesundheit sowie bei Behandlung und Vorbeugung von Zahnproblemen. Der Zugang zu guter Zahnpflege und regelmäßige Zahnkontrollen sind sehr wichtig. Für einige Menschen, insbesondere aus ärmeren sozialen Schichten, kann der Zugang zu zahnmedizinischen Behandlungen begrenzt sein. Diese Gruppen sind wichtige Zielgruppen in Lernprogrammen zur Zahngesundheit. Auch Schulen spielen eine wichtige Rolle bei der Vermittlung von Mundhygiene und Ernährung.

Bibliografie

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EUFIC REVIEW 11/2003

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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