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EU-Aktionsplattform für Ernährung, körperliche Bewegung und Gesundheit

Die Generaldirektion für Gesundheit und Verbraucherschutz (DG SANCO) der Europäischen Kommission hat im März 2005 offiziell die EU-Aktionsplattform für Ernährung, körperliche Bewegung und Gesundheit (EU Platform for Action on Diet, Physical Activity and Health) ins Leben gerufen. Die Bildung der Plattform, die von EUFIC in seiner Eigenschaft als Verbreitungspartner unterstützt wird, ist Teil einer allgemeinen Strategie im Bereich der Ernährung und der körperlichen Bewegung, die von der Europäischen Kommission entwickelt wird und der mehrmonatige Gespräche zwischen der Institution und den verschiedenen Stakeholdern über die richtige Vorgehensweise bei der Bekämpfung der Volkskrankheit Fettleibigkeit in Europa vorausgegangen sind.

Fettleibigkeit hat – insbesondere unter Kindern – in der gesamten EU zugenommen und Gesundheitsexperten zeigen sich besorgt angesichts der Folgen dieses Trends. Die Stakeholder haben sich darauf verständigt, dass die Förderung gesünderer Ernährungsweisen und vermehrter körperlicher Bewegung in Europa der Schlüssel zur Behandlung dieses Problems ist. Zu diesem Zweck wurde die EU-Aktionsplattform für Ernährung, körperliche Bewegung und Gesundheit (EU Platform for Action on Diet, Physical Activity and Health) gegründet. Die Plattform umfasst Mitglieder, die sich der Aufgabe verschrieben haben, Maßnahmen zu ergreifen und vermehrt Ressourcen bereitzustellen, um Fettleibigkeit durch gesunde Ernährung und körperliche Bewegung zu bekämpfen, das in Europa vorhandene Wissen über taugliche und untaugliche Maßnahmen zu bündeln und die besten Methoden innerhalb der EU zu verbreiten.

Die EU spielt in diesem gesamten Kontext durch ihre Politik in den Bereichen Lebensmittelsicherheit, öffentliche Gesundheit, Erziehung, Binnenmarkt und Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Indem sie die wichtigsten Stakeholder auf EU-Ebene an einen Tisch bringt, will die Plattform das Expertenwissen der Stakeholder bündeln und europaweit auf einer Reihe von Gebieten Maßnahmen ergreifen. Durch die Bildung einer Plattform auf EU-Ebene kann die Europäische Kommission das beste Expertenwissen und die besten in Europa vorhandenen Kenntnisse zusammenfassen. Die EU-Plattform soll auch als ein Forum dienen, mit dessen Hilfe gute Verfahren aus einem Land rasch innerhalb Europas verbreitet und zur Anwendung gelangen können. Alle Plattformmitglieder haben sich darauf verständigt, in steigendem Maße Ressourcen bereitzustellen und Anstrengungen zu unternehmen, um bestehende Initiativen auszuweiten oder neue Aktionen zu starten, mit denen der Trend zur Fettleibigkeit rückgängig gemacht werden kann. Diese fünf Aktionsfelder wurden bislang von den Plattformmitgliedern identifiziert:

 

  • Verbraucherinformation, einschließlich Kennzeichnung
  • Erziehung
  • Förderung körperlicher Bewegung
  • Marketing und Anzeigen
  • Sammensetzung von Nahrungsmitteln, Verfügbarkeit gesunder Ernährungsoptionen, Portionsgrößen

Nach dem Start der Plattform haben die Mitglieder eine Bestandsaufnahme der Maßnahmen vorgenommen, die derzeit zur Förderung gesunder Ernährung und körperlicher Bewegung durchgeführt werden. Diese Informationen dienen als Bezugsgröße für die Überwachung künftiger Initiativen.

Die Mitglieder haben anschließend Aktionspläne für 2006 aufgestellt, deren wichtigster Grundsatz lautet, dass der Plan über die bislang ergriffenen Maßnahmen hinausgehen muss. Der Lackmustest für die Plattform wird die Frage sein, ob die von den Mitgliedern vorgeschlagenen Aktionspläne in signifikante neue Aktivitäten zur Bekämpfung von Fettleibigkeit umgesetzt werden. Daher sollte die Europäische Kommission Ende 2006 in der Lage sein zu beurteilen, ob die Arbeit der Plattform zu greifbaren Ergebnissen führt.

Die Kommission hat den Mitgliedern der Plattform zu verstehen gegeben, dass sie von ihnen eine signifikante Veränderung erwartet, das heißt erheblich vermehrte Anstrengungen bei der Bekämpfung der Fettleibigkeit. Eine unbedeutende Zunahme der Aktivitäten oder einige wenige Musterinitiativen werden dazu nicht ausreichen. Es ist freilich gut möglich, dass die Plattform den Start einiger neuer Aktivitäten oder vermehrte Investitionen in bestehende Initiativen realisieren wird.

Click here to read the interview with Robert Madelin, DG SANCO, August 2006

Click here to read the interview with Robert Madelin, DG SANCO, March 2007

Weitere Informationen über die Aktionsplattform finden Sie hier:

http://europa.eu.int/comm/health/ph_determinants/life_style/nutrition/platform/platform_en.htm

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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