EUFIC AUF EINEN BLICK
LEBENSMITTEL- & ERNÄHRUNGSFÜHRE
BILDDATENBANK GLOSSARY (ENGLISH ONLY) KONTAKT
FOOD FOR THOUGHT

RSS

Pressekontakt
Laura Smillie
Communications manager
tel. +32 (0)2 506 89 85
Fax. +32 (0)2 506 89 80
E-Mail media@eufic.org

Textgröße:

Das Etikett verrät genau, was enthalten ist

45_1_bigIn der heutigen, sich rasant entwickelnden Welt sind wir beschäftigter den je. Das erfordert schnell und einfach zuzubereitende Mahlzeiten und Snacks für zu Hause oder unterwegs. Die Essensauswahl sollte aber nicht auf Kosten unserer Gesundheit gehen. Die Lebensmittelkennzeichnung hat an Bedeutung gewonnen. Zum einen hat der Verbraucher das Recht zu wissen, was in seinem Lebensmittel enthalten ist. Zum anderen hilft eine Kennzeichnung, die passenden und für eine gesunde ausgewogene Ernährung richtigen Lebensmittel zu wählen.

Die Lebensmittelhersteller listen in vielen Fällen die in den Lebensmitteln enthaltenen Nährstoffe auf und geben deren Mengen an, so dass wir nachvollziehen können, was und wie viel wir davon essen. Die Nährstoffkennzeichnung ist für den Verbraucher als Informationsmittel von zunehmender Interesse. Denn neben regelmäßiger körperlicher Betätigung ist eine ausgewogene Ernährung der beste Weg zu Gesundheit und Wohlergehen.

Freiwillig versus Verpflichtung – was sagt das Etikett?

Die aktuelle EU-Gesetzgebung1 erlaubt die freiwillige Nährwertkennzeichnung mit einer Ausnahme. Es ist vorgeschrieben, die Nährstoffe in einem Lebensmittel anzugeben, wenn „nährwertbezogene Werbeaussagen“ gemacht werden, d.h. wenn eine Formulierung oder Werbeaussage über das Lebensmittel ausdrücklich oder andeutungsweise aussagt, dass es einen besonderen Nährwert besitzt. Solche Angaben müssen mit detaillierten Informationen auf dem Etikett erläutert werden. Die Information kann oft als Tabelle auf dem Etikett gefunden werden, oder, wo nicht genug Raum für eine Tabelle ist, als Aufzählung.

Geben Lebensmittelhersteller die Nährwerte freiwillig an, müssen sie bestimmten Regeln folgen. Es sind zwei Formate erlaubt. Beide müssen den Energiegehalt des Lebensmittels oder des Getränks ganz oben auf der Liste angeben. Ein Format gibt dazu noch den Gehalt an Eiweiß, Kohlenhydraten und Fett im Lebensmittel an (bekannt als „Big 4“). Das zweite Format („Big 8“) gibt neben Energie, Eiweiß, Kohlenhydrat und Fett auch gesättigtes Fett, Ballaststoffe und Natrium an. In beiden Fällen können die Etiketten auch die Mengen an Zucker, Stärke, Polyole (Zuckerersatzstoffe wie z.B Sorbit), einfach ungesättigten Fettsäuren, mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Cholesterin oder bekannten Mineralen oder Vitaminen angeben, wenn der Hersteller diese Informationen anbieten möchte.

Details über Nährstoffe und Energie

Es gibt aber auch noch einige anderen Bestimmungen.

Werden besondere Aussagen über Zucker, gesättigtes Fett, Ballaststoffe oder Natrium gemacht, muss das Produkt mit dem zweiten Format (der Energiewert plus die sieben Nährstoffe) versehen werden, inklusive der Menge des Nährstoffes, dessen Bedeutung hervorgehoben wird.

Wird die Menge an Zucker, Stärke oder Polyolen im Lebensmittel angegeben, muss das auf dem Etikett nach der Menge an Kohlenhydraten stehen, um zu verdeutlichen, welchen Anteil Zucker, Polyolen Stoffe und Stärke an der Gesamt-Kohlenhydratmenge haben. Wenn die Menge oder die Art der Fettsäure oder Cholesterin genannt wird, muss dies sofort nach dem Wert der totalen Fettangabe stehen.

Sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren und/oder einfach ungesättigte Fettsäuren und/oder Cholesterin angegeben, muss auch die Menge an gesättigten Fettsäuren aufgeführt werden. Der Energiewert und die Nährstoffmengen müssen in folgenden Einheiten angegeben werden:
• Energie in Kilokalorien (kcal) und Kilojoule (kJ);
• Eiweiß, Kohlenhydrate, Fett, Ballaststoffe und Natrium in Gramm (g); Cholesterin in Milligramm (mg).

Dies Information muss sich auf 100g oder 100 ml beziehen, oder in einigen Fällen auf eine Portion. Informationen über Vitamine und Minerale müssen zusätzlich angeben, wie viel Prozent der empfohlenen Tagesmenge des jeweiligen Nährstoffes dies entspricht.

Wie ist der Kenntnisstand der Verbraucher?

Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Verbraucher Nährstoffetiketten nicht lesen und Ernährungshinweise zur besseren Auswahl der Lebensmittel nicht nutzen. Schwierigkeiten beim Verständnis der Informationen auf dem Etikett und die Art, wie diese aufgeführt werden, hat die EU-Kommission bewegt, eine Überarbeitung der Nährwertkennzeichnungsrichtlinie zu veranlassen.

Nährwertkennzeichnung ist nur ein Weg, die Verbraucher mit geeigneten Informationen zu versorgen. Es könnte viel mehr getan werden, um den Verbrauchern zu helfen, eine informierte, gesunde Wahl zu treffen. Es wird diskutiert, dass Etiketten den größten Nutzen bringen, wenn sie klare, einfache und benutzerfreundliche Informationen anbieten. Dies sollte durch ein ausgedehntes Ernährungsinformationsprogramm unterstützt, verstärkt und erweitert werden, in das Verbrauchergruppen, Lebensmittelindustrie, Lehrer und Ernährungsberater involviert sind.

Quelle

Directive 90/496/EEC on nutrition labelling for food.

Beispiel einer Nährwertkennzeichnung Linsensuppe
Durchschnittswert je 100 ml
Energie 375 kJ (89 kcal)
Protein 5,6 g
Kohlenhydrate
davon Zucker
9,5 g
1,2 g
Fett
Davon gesättigt
3,2 g
1,3 g
Ballaststoffe 2,5 g
Natrium 0,56 g

FOOD TODAY 10/2004

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

Drucken DRUCKEN
Als PDF herunterladen ALS PDF HERUNTERLADEN
AN EINEN FREUND SENDEN AN EINEN FREUND SENDEN
Verwandte Dokumenten VERWANDTE DOKUMENTEN (9)
Verwandte Websites VERWANDTE WEBSITES (31)
FAQ FAQ (9)
Related News RELATED NEWS (3)
Glossar (Nur in Englisch) GLOSSAR (Nur in Englisch)
   
VERWANDTE DOKUMENTEN
VERWANDTE WEBSITES
FAQ
RELATED NEWS
Ernährung Erwachsenen Kinder Ernährung Fettleibigkeit und Übergewicht Funktionelle Lebensmitteln Kohlenhydrate Sport und köperliche Bewegung Lebensmittel- sicherheit Allergien Zusatzstoffe Landwirtschaft Fette Zahngesundheit
CS-Cestina DE-Deutsch EL-Ελληνικά EN-English ES-Español FR-Français IT-Italiano PL-Polski SK-Slovenský
FOOD TODAY THE BASICS EUFIC REVIEW EUFIC FORUM MINI GUIDE 10 TIPS