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Häufig gestellte Fragen

Aspartame Q&A

Aspartam gibt es seit über 30 Jahren und es ist in mehr als 100 Ländern auf der Welt zur Nutzung zugelassen. Aspartam ist ein sehr sorgfältig getesteter Nahrungsmittelzusatz, für den es umfassende Studien anhand von Tierversuchen und am Menschen gibt. Alle diese Studien zeigen, dass Aspartam sicher ist.
 
Die erste europäische Sicherheitsbewertung von Aspartam wurde 1984 vom früheren SCF (Scientific Committee on Food) der Europäischen Kommission veröffentlicht. Nachfolgende ergänzende Bewertungen wurden vom SCF in den Jahren 1988, 1997 und 2002 durchgeführt. Seit der Einrichtung der EFSA (European Food Safety Authority) im Jahr 2002 hat die Behörde die Sicherheit von Aspartam 2006, 2009, 2010, 2011 und 2013 wiederholt bestätigt.
 
Was ist Aspartam und warum wird es verwendet?
Aspartam ist ein kalorienarmer Süßstoff. Aspartam hat 4 Kalorien pro Gramm (vergleichbar mit Zucker), aber weil es bei gleichem Gewicht ca. 200-mal süßer als Zucker ist, ist nur sehr wenig Aspartam erforderlich, um Nahrungsmittel zu süßen. Aus diesem Grund fügt Aspartam Nahrungsmitteln praktisch keine Kalorien hinzu. Aspartam bildet den Geschmack von Zucker gut nach, unterstreicht Zitrus- und anderen Obstgeschmack und verursacht keine Karies.
 
In welchen Produkten wird es verwendet?
Aspartam wird als Zuckerersatz für die Herstellung von „energiereduzierten“ Nahrungsmitteln oder Nahrungsmitteln „ohne Zuckerzusatz“ verwendet. Außerdem wird es für die Produktion von Nahrungsmitteln für bestimmte Ernährungszwecke verwendet. Beispiele für Nahrungsmittel und Getränke, die in diese Kategorien fallen, sind unter anderem kohlensäurehaltige Softdrinks, Desserts, Süßigkeiten, Kaugummi, Joghurt und Süßstoff auf dem Tisch.
 
Was passiert mit Aspartam bei der Verdauung im Körper?
Aspartam zerlegt sich im Darum in seine drei Bestandteile: zwei Aminosäuren – Asparaginsäure und Phenylalanin – und Methanol, die dann in das Blut übergehen. Die beiden Aminosäuren (Asparaginsäure und Phenylalanin) sind Bausteine von Protein und kommen natürlich in vielen gebräuchlichen Nahrungsmitteln vor, wie beispielsweise Fleisch, Fisch, Käse, Eier und Milch. Methanol kommt ebenfalls natürlich in vielen Nahrungsmitteln vor, wie beispielsweise Obst und Gemüse und Säften daraus, und ist Teil der normalen Ernährung.
 
Diese Komponenten werden im Körper genauso verwendet, als wenn sie in sehr viel größeren Mengen aus Nahrungsmitteln und Getränken abgeleitet würden. Beispielsweise enthält Milch etwa 5-mal so viel Phenylalanin und 11-mal mehr Asparaginsäure als ein mit Aspartam gesüßtes Getränk. Tomatensaft enthält mehr als das 3-fache an Methanol als ein mit Aspartam gesüßtes Getränk. Weder Aspartam noch seine Komponenten können sich im Körper ansammeln.
 
Woran erkenne ich, ob ein Produkt Aspartam enthält?
Man erkennt Nahrungsmittel und Getränke, die Aspartam enthalten, indem man die Liste der Ingredienzien auf dem Produktaufkleber durchliest. Wie alle für die Europäische Union zugelassenen Nahrungsmittelzusätze wurde auch Aspartam eine „E-Nummer“ zugeordnet. Wenn es in Nahrungsmitteln enthalten ist, ist entweder sein Name (d. h. „Aspartam“) oder seine Nummer (E-951) angegeben.
 
Produkte, die Aspartam enthalten, müssen auch angeben, dass es sich um eine Phenylalaninquelle handelt. Diese Kennzeichnung soll Menschen mit einer seltenen vererbten genetischen Störung namens PKU (Phenylketonuria) helfen. Diese Menschen können Phenylalanin aus keiner Quelle verstoffwechseln und müssen ihre Aufnahme dieser Aminosäure kontrollieren.
 
Wie wurde Aspartam in der Europäischen Union zugelassen?
Aspartam wurde zuerst in den 80er Jahren von einzelnen Mitgliedstaaten für den Gebrauch zugelassen. Die europäische Gesetzgebung, die die Nutzung von kalorienarmen Süßstoffen in Nahrungsmitteln harmonisierte, wurde 1994 eingeführt, gefolgt von unabhängigen Sicherheitsbewertungen durch das SCF (Scientific Committee for Food) der Europäischen Kommission in den Jahren 1984 und 1988. Weitere Überprüfungen der Daten über Aspartam, die ebenfalls seine Sicherheit bestätigten, wurden 1997 und 2002 durch das SCF durchgeführt.
 
Heute ist die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für die Arbeiten verantwortlich, die zuvor durch das SCF ausgeführt wurden. Seit der Gründung der EFSA im Jahr 2002 bestätigte die Behörde die Sicherheit von Aspartam 2006, 2009, 2010 und 2011. Die jüngste Bewertung von Aspartam durch die EFSA erfolgte am 10. Dezember 2013. Sie bildet einen Teil der Neubewertung aller Lebensmittelzusatzstoffe, die in der EU vor dem 20. Januar 2009 zugelassen wurden.
 
Die EFSA kam zu dem Schluss, dass Aspartam und seine Abbauprodukte im Körper (Phenylanalin, Asparaginsäure und Methanol) bei dem derzeitigen Zufuhrniveau für den menschlichen Verzehr unschädlich ist, und dass die derzeit zulässige Tagesdosis (Acceptable Daily Intake / ADI) von 40 mg pro kg Körpergewicht für die allgemeine Bevölkerung geeignet ist. Allerdings gilt die obige zulässige Tagesdosis (ADI) nicht für Patienten, die an Phenylketonurie (PKU) leiden, da sie auf eine strikte Einhaltung einer an Phenylanalin armen Ernährung angewiesen sind. Was Schwangerschaften betrifft, bemerkte die EFSA, dass durch die Exposition gegenüber Phenylanalin aus Aspartam bei der derzeit zulässigen Dosis (ADI) kein Risiko für den sich entwickelnden Fötus besteht (mit Ausnahme von Frauen, die an PKU leiden). Die EFSA stellt außerdem klar, dass die Abbauprodukte von Aspartam auch in anderen Lebensmitteln natürlich vorkommen, Methanol beispielsweise findet sich in Obst und Gemüse. Der Beitrag von Abbauprodukten von Aspartam zur gesamten Ernährung ist gering.

Wurde die Sicherheit von Aspartam von anderen Organisationen überprüft?

Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zu Aspartam wurden von regulatorischen Behörden auf der ganzen Welt überprüft, unter anderem von der US FDA (Food and Drug Administration), dem JECFA (Joint Expert Committee on Food Additives) der United Nations FAO (Food and Agriculture Organisation) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In jedem Fall wurde Aspartam als sicher erachtet.
 
 
Ausführlichere Informationen finden Sie unter
 
Weitere Informationen finden Sie bei den folgenden glaubwürdigen Körperschaften auf der ganzen Welt:
 
Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)
Die EFSA hat die Unbedenklichkeit von Aspartam bei zahlreichen Gelegenheiten bestätigt. Nähere Informationen sind in den Veröffentlichungen von 2006, 2009, 2010, 2011 und 2013 zu finden. Zusätzliche Informationen zur öffentlichen Anhörung wegen der Neubewertung von Aspartam 2013 sind hier verfügbar. Weitere allgemeinere Informationen finden Sie unter: http://www.efsa.europa.eu/de/topics/topic/aspartame.htm
 
Scientific Committee on Food (Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss) der Europäischen Kommission
Die beratende Stelle für Nahrungsmittelsicherheit in Europa, das SCF (Scientific Committee on Food, Wissenschaftlicher Lebensmittelausschuss) der Europäischen Kommission hat nach einer umfassenden Überprüfung der Sicherheit des Süßstoffes die saubere Gesundheitsbilanz von Aspartam erneut bestätigt. Das SFC war ein Gremium unabhängiger Wissenschaftsexperten, das die Europäische Kommission zu Angelegenheiten der Nahrungsmittelsicherheit beriet, bevor die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) eingerichtet wurde. Der Bericht über Aspartam der SCF wurde am 10. Dezember 2002 veröffentlicht.
 
U.K. Food Standards Agency
Im Vereinigten Königreich wurde Aspartam zum ersten Mal 1983 zur Nutzung zugelassen, nachdem es vom COT (Committee on Toxicity) überprüft worden war, einer Gruppe unabhängiger Experten, die die Regierung im Hinblick auf die Sicherheit von Nahrungsmittelinhalten berät. Das COT hat Aspartam vollständig überprüft, nachdem es alle wissenschaftlichen Informationen untersucht hatte, und es als sicher für den Verbrauch eingestuft. Aktuelle Veröffentlichungen zu dieser Information finden Sie hier.
 
French Food Safety Agency (AFSSA)
Die AFSSA (French Food Safety Agency) beendete im Jahr 2002 eine zweijährige Studie des French Expert Committee on Flavourings, Food Additives and Processing Aids und bestätigte erneut die Sicherheit von Aspartam. Die englische Übersetzung dieses Berichts und seiner Aussage über die Sicherheit von Aspartam steht jetzt zur Verfügung.
 
U.S. Food and Drug Administration
Die United States FDA (Food & Drug Administration) hat Aspartam 1981 für die Verwendung in trockenen Produkten zugelassen, und für die Verwendung in kohlesäurehaltigen Getränken im Jahr 1993. Die FDA bestätigte die Sicherheit von Aspartam nicht weniger als 26-mal, was schließlich zur allgemeinen Zulassung von Aspartam als allgemeinem Süßstoff im Jahr 1996 führte.
 
Health Canada
Health Canada sagt „... Bevor in Betracht gezogen wurde, Aspartam zur Verwendung in Nahrungsmitteln in Kanada zuzulassen, werteten Beamte von Health Canada eine umfangreiche Palette toxikologischer Tests an Labortieren aus. Seit seiner Eintragung für den Verbrauch haben sie die Ergebnisse zahlreicher klinischer Studien am Menschen überprüft. Es gibt keine Belege, die darauf hindeuten würden, dass der Verzehr von Nahrungsmitteln mit diesem Süßstoff gemäß den Vorgaben der Food and Drug Regulations und als Teil einer ausgewogenen Ernährung ein Gesundheitsrisiko für die Verbraucher darstellen könnte.
 
Food Standards Australia New Zealand
Im September 2003 wurde eine Studie durchgeführt, die sich detailliert mit dem Aufnahmeniveau von Aspartam bei durchschnittlichen und starken Verbrauchern beschäftigte. Die Studie stellte fest, dass bei den durchschnittlichen Verbrauchern von Aspartam die Aufnahme niedrig war, und dass selbst bei starken Verbrauchern (die regelmäßig große Mengen von Getränken und anderen Nahrungsmitteln mit dem Zusatz von Aspartam verzehren) die Aufnahme unter 25 % der ADI lag. Insgesamt schloss die FSANZ, dass Aspartam ein sicherer Nahrungsmittelzusatz ist.
 
Centers for Disease Control & Prevention(CDC)
Nach der Überprüfung von Verbraucherbefragungen schloss das CDC, dass einige Personen zwar ungewöhnlich sensibel gegenüber Aspartam sind, es aber keinen Beleg für ernsthafte, weit verbreitete nachteilige Gesundheitsfolgen nach seinem Verzehr gibt. Als Behörde des Department of Health and Human Services hat das CDC die Aufgabe, die Gesundheit und die Lebensqualität zu fördern, indem Krankheiten, Verletzungen und Behinderungen verhindert und kontrolliert werden.
 
Alzheimer's Association
Die Alzheimer's Association ist die größte freiwillige Gesundheitsorganisation in den USA, die die Forschung über Alzheimer sowie die Pflege unterstützt. Die Site besagt: „Es wurden mehrere Studien über die Wirkung von Aspartam über die kognitive Funktion bei Tieren und Menschen durchgeführt. Diese Studien fanden keinen wissenschaftlichen Beleg für eine Verknüpfung zwischen Aspartam und Gedächtnisverlust.“
 
American Cancer Society
Die ACS (American Cancer Society) hat sich zum Ziel gesetzt, Krebs durch ausgewogene Forschungsprogramme, Schulungen, Patientenservice, Beratung und Rehabilitation zu bekämpfen. Die Website der ACS sagt deutlich aus, dass Aspartam keinen Krebs verursacht. Tatsächlich erreicht Aspartam (aufgrund der Art, wie es verstoffwechselt wird) zu keinem Zeitpunkt die Organe des Körpers.
 
American Council on Science and Health
Der ACSH macht die Verbraucher darauf aufmerksam, dass Aspartam sicher ist und bietet weitere allgemeine Informationen zu kalorienarmen Süßstoffen. ACSH ist ein Gremium zur Schulung der Verbraucher, das sich dafür einsetzt, Verbrauchern bei der Unterscheidung zwischen realen und hypothetischen Gesundheitsrisiken unterscheiden zu helfen.
 
American Diabetes Association
Die American Diabetes Association, die führende gemeinnützige Gesundheitsorganisation der USA, sorgt für Forschung zu Diabetes, Informationen und Beratung, und erklärt, dass es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Beweise dazu gibt, dass Aspartam mit Gesundheitsproblemen bei Menschen mit Diabetes zu tun hätte.
 
American Dietetic Association
ADA geht davon aus, dass Aspartam sicher ist, und hat eine deutliche Aussage getroffen, die antinutritive Süßstoffe genehmigt, unter anderem Aspartam. ADA ist die professionelle Organisation, die Qualitätsstandards für die Praxis für fast 70.000 Diätfachleute einrichtet, die größtenteils eingetragene Ernährungswissenschaftler sind.
 
American Heart Association
Die American Heart Association hat das Ziel, Schulung und Information zur Bekämpfung von Herzkrankheiten und Schlaganfällen bereitzustellen. Die Organisation hat durch umfangreiche Untersuchungen festgestellt, dass Aspartam keine ernsthaften Nebenwirkungen verursacht hat.
 
Asthma and Allergy Foundation of America
Die Asthma and Allergy Foundation of America hat das Ziel, Menschen mit Asthma und Allergien zu helfen, ihre Lebensqualität zu verbessern. Dazu stellt sie Schulungen, Beratungen und Forschung bereit. Diese Site besagt, dass keine allergischen Reaktionen auf Aspartam bestätigt wurden.
 
Leitartikel des British Medical Journal kommt zu dem Schluss, dass die Kritik an Aspartam unbegründet ist
Im Leitartikel der Ausgabe des British Medical Journal vom 2. Oktober 2004 schloss man, dass Aspartam in der Presse und im Internet „zu Unrecht verteufelt“ werde.
 
Canadian Diabetes Association
Die Canadian Diabetes Association bestätigte die Sicherheit von Aspartam als Teil ihres „Canadian Diabetes Association National Nutrition Committee Technical Review: Non-nutritive Intense Sweeteners in Diabetes Management“, das im  Canadian Journal of Diabetes veröffentlicht wurde. Das Review besagt „Derzeit gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg, um die negative Auswirkungen auf die Gesundheit zu stützen, die Aspartam zugeordnet wurden.“
 
Lupus Foundation of America
Die Lupus Foundation of America ist eine staatsübergreifende freiwillige Organisation zur Unterstützung der Lupus-Gemeinschaft, unter anderem Patienten, ihrer Familien, Ärzten, Forschern und der allgemeinen Öffentlichkeit. Die Site antwortet auf die Frage, ob „etwas an den Behauptungen sei, die im Internet kursieren, dass Lupus durch den künstlichen Süßstoff Aspartam verursacht wird“, dass es keine zuverlässigen wissenschaftlichen Beweise gäbe, die eine Verbindung zwischen Aspartam und Lupus belegen.
 
Massachusetts Institute of Technology
Wissenschaftler am Clinical Research Center des Massachusetts Institute of Technology haben eine Studie durchgeführt, die ergeben hat, dass Aspartam sicher für die allgemeine Bevölkerung ist. Die Erkenntnisse sind hier im Abschnitt „Studie bestätigt erneut die Sicherheit von Aspartam“ beschrieben. Das MIT ist bekannt für seine mit Nobelpreisen ausgezeichneten Mitarbeiter und hervorragende Leistungen in den Bereichen Wissenschaft und Mathematik.
 


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Letzte Aktualisierung der Website: 26/05/2016
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