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Gelegentlich gestellte Fragen

In letzter Zeit gab es wenig Schlagzeilen zum BSE-Problem. Was sind die wissenschaftlichen Fakten über diese Krankheit, und was können Sie über die momentane Situation sagen?

Bovine spongiforme Enzephalopathie (BSE) oder populärer der "Rinderwahn" ist eine verhängnisvolle Gehirnerkrankung, die Rinder befällt. Diese Krankheit wird nach den charakteristischen schwammähnlichen Veränderungen, die sie im Gehirn verursacht, bezeichnet. Es bestehen verschiedene Theorien bezüglich der Ursachen von BSE sowie des Agens, das diese Krankheit verursacht. Entsprechend einer Theorie besteht das Agens aus "übertragbaren Prionen". "Prion" ist ein generischer Begriff für verschiedene Proteine, die meist im Gehirn, aber auch in vielen anderen Geweben von Menschen oder Tieren gefunden werden. "Übertragbare" Prionen sind abnormale Prionen, die imstande sind, sich im Gewebe von Tieren wechselseitig mit normalen Prionen zu beeinflussen und ihre Umwandlung in übertragbare Prionen, meist im Gehirn und Zentralnervensystem, zu veranlassen. Es wird vermutet, dass eine Reihe anderer Faktoren bei der Entstehung von BSE eine Rolle spielen könnten, weshalb die Forschung auf diesem Gebiet fortgesetzt wird.

Seit dem Höhepunkt im Jahr 1992 ist das Auftreten von BSE in Großbrittanien kontinuierlich rückläufig. 1999 gab es 2274 berichtete Fälle. Diese Zahl fiel 2000 auf 1355 und 2001 auf 1044 (aktuelle Zahlen auf www.oie.int). Deutlich niedrigere Zahlen von BSE-Fällen wurden auch in Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Irland, Italien, Japan, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal, der Slowakei, Slovenien, Spanien und der Schweiz gemeldet.

Bis einschließlich 2002 wurde BSE nur in Rindern nachgewiesen. Obwohl noch keine Ursache-Wirkung-Beziehung bewiesen werden konnte, legen einige neurologische und cytologische Untersuchungen nahe, dass BSE in Rindern und eine Variante der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (v-CJD) im Menschen zusammenhängen könnten. Obwohl es aufgrund der langen Inkubationszeiten vor dem Auftreten erster Symptome unmöglich ist, präzise Prognosen über das zukünftige Auftreten von v-CJD-Erkrankungen zu machen, wird das Risiko, jetzt noch daran zu erkranken als sehr gering eingestuft. Strenge Vorschriften zur Fütterung, Untersuchung, Schlachtung, Alter der für den menschlichen Verzehr bestimmten Rinder und Vernichtung aller Organe, die BSE-infektionsgefährdet sind, haben geholfen, das Risiko zu minimieren. Es verbleiben jedoch Fragen über den Ursprung von BSE und den Übertragungsweg, weshalb das Thema in der Forschung noch lange aktuell bleiben wird.

WEITERE FRAGEN

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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