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Gelegentlich gestellte Fragen

Ich habe gelesen, dass Dioxine in Farm-Lachs in hoher Konzentration vorliegen – bedeutet das, dass Lachsöl-Lebensmittelergänzungen oder Omega-3-Fettsäure-Lebensmittelergänzungen auch einen hohen Dioxinanteil haben?

Linda Barton, Kanada

Dioxine wurde nie absichtlich produziert. Sie können als unerwünschte Nebenprodukte in einer Vielzahl industrieller Prozesse und einigen häuslichen wie Hausbränden entstehen. Man findet sie überall in der Umwelt, und Fische akkumulieren sie durch ihre Nahrung, darunter andere Fische und Fischfutter.

Die Herstellung und Verwendung von polychloriertem Biphenyl (PCB) wurde in den 1970ern gestoppt und die Freisetzung von Dioxin ist streng kontrolliert. In diesem Zusammenhang hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2001 Grenzwerte für Dioxine erlassen, ausschließlich zum Schutz der Volksgesundheit. Als Folge sinken die Konzentrationen in der Umwelt und damit in Lebensmitteln, und zwischen 1997 und 2001 hat sich die durchschnittliche Aufnahme eines Erwachsenen halbiert.

Inzwischen liegen die Mengen an Dioxinen in Fischen unter den Grenzwerten der WHO, der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (US-FDA), der kanadischen Lebensmittelbehörde und der Europäischen Union (EU). Diese Grenzwerte sind darauf ausgelegt, für jemanden, der lebenslang große Mengen der fraglichen Lebensmittel konsumiert, ein minimales Risiko zu erreichen. Es gibt daher keinen Grund, den Verzehr von Zucht-Lachs oder anderem Fisch zu vermeiden.

Fisch ist außerdem Teil einer gesunden Ernährung. Man sollte mindestens zwei Portionen pro Woche zu sich nehmen, da es vielfältige bewiesene Vorteile von Omega-3-Fettsäuren für die physischen und mentale Gesundheit gibt. Diese erwiesenen Vorteile überwiegen die theoretischen Risiken bei weitem.

Bezüglich Fischöl-Lebensmittelergänzungen hat die irische Lebensmittelbehörde (FSAI) und die Behörde für Lebensmittelstandards (UK) eine Auswahl an Kapseln auf Dioxin getestet. Die gefundenen Werte schwanken extrem zwischen den einzelnen Kapseln. Jene Marken, bei denen Grenzwerte überschritten wurden, wurden aus dem Handeln entfernt. Eine andere Studie zu Fischprodukten (1997) hat gezeigt, dass Lebertran eine höhere Konzentration an Dioxinen und PCBs enthält als Fischöl.

Dennoch ist es besser, Fisch zu essen, als Fisch-Lebensmittelergänzungen, da Fisch nicht nur eine hervorragende Omega-3-Quelle, sondern auch reich an anderen Nährstoffen ist.

Auch wenn die industriellen Quellen von Dioxinen und PCBs inzwischen streng kontrolliert sind, verweilen beiden Chemikaliengruppen sehr lange in der Umwelt – für viele weitere Jahre. Die Konzentrationen in der Nahrung werden voraussichtlich weiter absinken, sowie weitere Maßnahmen greifen, um die Emission in die Umwelt zu reduzieren.

Weitere Information:

http://europa.eu.int/comm/environment/dioxin/ (Englisch)

 

WEITERE FRAGEN

Quelle: Das Europäische Informationszentrum für Lebensmittel

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