Gibt es Nachteile bei der MAP (modified atmosphere packaging) -Verpackung? Welche EU-Richtlinien gibt es dazu?
Die MAP-Verpackung beruht auf der Veränderung der Zusammensetzung der mit den Lebensmitteln in Kontakt kommenden Gase. Die Luft in der Verpackung wird durch ein einziges Gas oder durch ein Gasgemisch ersetzt. Dieser Vorgang wird mit einer Lagerung bei niedrigen Temperaturen von weniger als 3°C kombiniert. Das Ziel von MAP ist es, Sauerstoff auszuschließen oder seinen Pegel stark zu senken, um den Feuchtigkeitsgehalt der Lebensmittel zu erhallten und aerobes mikrobielles Wachstum zu verhindern. Während diese Verpackungsmethode gut bei der Inhibition des Wachstums von strikt aeroben sporulierenden Bakterien wirkt, werden viele Bakterien, die mit Lebensmittelvergiftungen assoziiert sind, wie Clostridium spp., Campylobacter spp. und Listeria monocytogenes nicht im selben Grad beeinflusst. Glücklicherweise gibt es andere Mittel zur Kontrolle dieser Bakterien, wie die Überwachung des Feuchtigkeitsgehalts, des pH-Werts in Lebensmitteln oder auch die Beobachtung der Lagerzeiten und der Temperatur. Die Wahl des Verpackungsmaterials hängt von der empfohlenen Lagertemperatur der Lebensmittel, von der relativen Luftfeuchtigkeit in der Verpackung und vom Lichteinfluss ab, wenn überhaupt vom Inhalt. Vakuum-Verpackungen und MAP sind nützlich für sehr fetthaltige Lebensmittel, da sie durch die Reduktion der Sauerstoffeinwirkung dabei helfen, zu verhindern, dass Fette ranzig werden.
Seit Dezember 2004 gibt es eine neue EU-Richtlinie zur Verordnung von in Kontakt mit Lebensmitteln stehenden Materialien. Es besteht ein Gutachten des Wissenschaftlichen Ausschusses für Lebensmittel zum Gebrauch von Kohlenmonoxid als Komponente von Verpackungsgasen in MAP-Verpackungen für Frischfleisch. Das Komitee kommt hierzu zu dem Schluss, dass es keine gesundheitlichen Bedenken für den Gebrauch von 0.3%-0.5% CO in einem Gasgemisch mit CO2 und N2 in MAP-Verpackungen für Frischfleisch gibt, vorausgesetzt, die Temperatur während der Lagerung und des Transports übersteigt nicht 4°C.
Jedoch möchte der Ausschuss betonen, dass das Vorhandensein von CO bei unsachgemäßer Lagerung den Sichtbeweis von Schimmel verdecken kann.
Gutachten des Wissenschaftlichen Ausschusses für Lebensmittel
europa.eu.int/comm/food/fs/sc/scf/out112_en.pdf
Article “EU Framework regulation on food-contact materials now in effect”:
http://www.packaginglaw.com/index_news.cfm?ID=179
To see the full text of the 14-page published version of the regulation in the Official Journal of the European Union:
europa.eu.int/eur-lex/lex/LexUriServ/ site/en/oj/2004/l_338/l_33820041113en00040017.pdf
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